Umgangsformen

Vor eineinhalb Jahren rebellierten Teile des Hamburg Ballett gegen den damaligen Intendanten Demis Volpi. Ganz dicht dran war damals Dokumentarfilmerin Kim Hess. Ein Gespräch

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Kim Hess, beim «Filmfest Hamburg» feierte Ihre Dokumentation «Between Times – The Hamburg Ballet in Transition» Premiere. Wie war das für Sie?
Zu Beginn waren wir sehr aufgeregt, weil wir noch nicht wussten, wie die Reaktionen im Raum sein werden. Zuletzt standen wir bei der Ballettwerkstatt vor Hamburger Publikum, da ging es ordentlich konfrontativ zur Sache – der damalige Ballettintendant Demis Volpi wurde ausgebuht. Deswegen fragten wir uns, wie die Hamburger*innen auf unseren Film reagieren würden.

Und?
Es gab Szenenapplaus an mehreren Stellen. Das wollen wir ja als Filmemacher*innen: dass das Publikum sich bewegt fühlt. Im Anschluss gab es noch ein Filmgespräch, und da hat eine Zuschauerin unser Sujet auf eine universelle Ebene gehoben, indem sie beschrieben hat, dass es hier um ein sehr viel größeres Thema geht als nur um das Ballett: Es geht darum, wie wir als Gesellschaft miteinander umgehen. Da ist beim Hamburg Ballett sehr viel schiefgelaufen und gerade von einer intellektuellen Elite, von Künstler*innen, würden wir das anders wünschen. Aber auch von Journalist*innen.

Was ist denn konkret beim Transformationsprozess am Hamburg Ballett schiefgelaufen? Sie waren ja extrem ...

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Tanz November 2026
Rubrik: Hintergrund, Seite 57
von Falk Schreiber

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