Spuren

Ana Mendietas Kunst in der Tate Modern

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In der Kunst von Ana Mendieta erscheint das Selbst nur selten als etwas Stabiles. Es presst sich gegen Oberflächen und gleitet durch Landschaften. Doch dabei hinterlässt es Spuren. In der Tate Modern wirkt diese rastlose Körperlichkeit weitaus dringlicher als jegliches Bemühen, die Künstlerin in eine Schublade zu stecken. Mehr als 150 Exponate versammelt die Ausstellung, die zugleich die erste Werkschau der kubanisch-amerikanischen Künstlerin in Großbritannien seit mehr als zehn Jahren darstellt.

Die Räume sind nicht chronologisch bestückt, sondern nach symbolischen Settings und Zuständen des Wandels angeordnet: frisch remastertes Material findet sich neben neu inszenierten «environments». Fotografien halten flüchtige Augenblicke fest, die sich einst draußen ereignet haben. Diese Struktur passt zu einer auf Aktionen basierenden künstlerischen Praxis. Bilder zeugen von Berührung, Druck, Hitze oder Auslöschung.

Mendieta, 1948 geboren, galt zu Lebzeiten als wegweisende Künstlerin, ist aber nach ihrem mysteriösen Tod 1985 – sie stürzte nach einem Streit mit ihrem Mann Carl Andre aus dem Fenster ihres Apartments in New York – etwas aus dem Blick geraten. Dabei hatte sie frühzeitig und ...

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Tanz Oktober 2026
Rubrik: Bewegung, Seite 6
von Nicolas Vamvouklis

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Herausgeber Der Theaterverlag – Friedrich Berlin GmbH

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