Freie Szene Köln

Kulturpolitik

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Ach Köln. Die Kulturpolitik in der viertgrößten Stadt der Republik erweist sich wieder einmal als Witz, nur als nicht besonders guter. Aus Tanzperspektive sogar: als erschreckender. Vor ein paar Jahren wollte die Stadt die hier einst schnöde eingestellte Tanzsparte wieder beleben. Man bat um Bewerbungen, eine Findungskommission nahm die zeitgenössische Starchoreografin Marlene Monteiro Freitas in die engere Auswahl.

Worauf aus Kreisen der Stadtregierung verlautete, dass man sich eher neoklassisches Ballett vorgestellt habe, wie es im Umkreis auch schon in Düsseldorf, Dortmund und Essen gepflegt wird. Na, schönen Dank auch – Freitas verabschiedete sich Richtung Berlin. Dann hieß es, eine eigene Tanzcompagnie sei ohnehin nicht finanzierbar, man wolle aber der freien Szene ein dringend benötigtes Produktionshaus schaffen. Und zwar im Depot, einem Bühnenkomplex, in dem seit 13 Jahren das städtische Schauspiel den ökonomisch schwachen Stadtteil Mülheim aufwertete: Wenn das Schauspiel 2026 zurück auf seine sanierte Stammbühne in der Innenstadt gezogen wäre, dürfe hier freier Tanz produziert werden. Die Planung hielt bis Jahresbeginn, dann verkündete die Politik, dass man die große ...

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Tanz November 2026
Rubrik: Side steps, Seite 20
von

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