Amanda Piña «Exotica»

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An vier einst höchst populäre Tänzerinnen und Tänzer erinnert die zeitgenössische Choreografin Amanda Piña in «Exotica»: an Nyota Inyoka, François «Féral» Benga, Leyla Bedir Khan – und an La Sarabia, die Piñas Urgroßtante gewesen sein soll. Seit seiner Premiere 2023 hat «Exotica – On the Brown history of European dance» eine ausgiebige Tournee hinter sich.

Die Performance besticht nicht nur durch Albert Dubosqs «Fôret asiatique» (1921), die von Jozef Wouters’ Brüsseler Decoratelier reproduzierte Bühne, sondern auch mit teils spektakulären Kostümen, einem intensiven Lichtkonzept und einer aktuellen Idee. Piña präsentiert die vor allem in den 1920ern erfolgreichen Showstars nicht um ihrer selbst willen. Vielmehr kritisiert sie – über die dokumentarische Annäherung hinweg – den damaligen Exotismus.

Unserer Gegenwart wirft Piña vor, diese Kunstschaffenden nichteuropäischer Herkunft vergessen zu haben. «Kennen Sie diese Namen?», fragt sie ins Publikum – niemand zeigt auf. Denn tatsächlich sind bis auf Josephine Baker oder Anita Berber die meisten der Sterne von damals im kulturellen Langzeitgedächtnis nicht mehr präsent. Hätte Piña etwa nach einstigen Stars wie Sahary-Djeli oder Cléo ...

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Tanz August/September 2024
Rubrik: Tanz im August, Seite 21
von Helmut Ploebst

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