alina cojocaru

Über die große Kunst des rumänischen Ballettstars, sich Partien anzueignen, die für andere Ballerinen kreiert wurden.

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Alina Cojocaru,sieht man sich Ihr Repertoire an, finden sich hauptsächlich Übernahmen der klassischen Rollen von Aurora über Odette/Odile bis zu Cinderella. Fehlen Ihnen nicht die Kreationen?
Ja, die kamen in meiner Karriere bisher etwas zu kurz. Aber ich hatte das Glück, Johan Kobborg zu treffen und mit ihm zu arbeiten. Er ist meine bessere Hälfte. Von ihm habe ich etwa gelernt, was mich wirklich inspiriert hat: Finde immer eine Begründung für einen Schritt. Ein Schritt ist nicht einfach ein Schritt. Es gibt immer einen Grund dafür.

Ob ich «Dornröschen» tanze oder ein neoklassisches Stück – ich frage mich nun immer, warum ich mich bewege und was ich ausdrücken will. Es gibt so viele Möglichkeiten, und es ist dann doch immer das Einfachste, nicht unbedingt das Leichteste, was auf eine ganz natürliche Weise zu geschehen scheint. Ich denke immer an mehr, als den Fuß richtig zu setzen oder das Bein zu strecken. Es muss ein Sinn hinter jeder Bewegung sein.

Macht es einen Unterschied, klassische Rollen­­ zu tanzen oder für Sie entwickelte Rollen?
Natürlich. Bei «Dornröschen» kann ich nur versuchen, etwas Neues in den choreografischen Rahmen zu bringen. Es ist eine begrenzte Freiheit, ich ...

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Tanz April 2011
Rubrik: menschen, Seite 16
von Klaus Witzeling

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