Agniete Lisickinaite, Igor Shugaleev «Clap & Slap»

Zürich on tour

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Ein Absperrgitter hängt zwischen Agnietė Lisičkinaitė und Igor Shugaleev. Das Objekt trennt die litauische Tänzerin und den belarussischen Tänzer, aber es verbindet auch: Man kann sich hineinhängen, dann gibt es Halt, man kann es aufrecht stellen und beklettern.

Die Grenze zwischen Litauen und Belarus ist ungefähr 680 Kilometer lang, in weiten Teilen handelt es sich um eine Grüne Grenze, die durch Moore, Wälder, Flüsse und Seen verläuft. Gleichzeitig ist es eine EU-Außengrenze, entsprechend stark ist sie in manchen Abschnitten gesichert.

Der widersprüchliche Charakter dieser Grenze hat sich in «Clap & Slap» eingeschrieben, ein Stück, mit dem Lisičkinaitė und Shugaleev aktuell durch die europäische Festivallandschaft touren, unter anderem zur «Tanztriennale Hamburg» im Produktionshaus Kampnagel: Es geht um Verbindendes und Trennendes zwischen Minsk und Vilnius, gerade angesichts der aktuellen weltpolitischen Spannungen – Belarus ist ein enger Verbündeter Russlands, dessen Angriffskrieg gegen die Ukraine wurde zunächst stark über belarussisches Gebiet geführt, weswegen Lisičkinaitė zunächst jede Zusammenarbeit mit russischen Muttersprachler*innen auf Eis legen wollte. Aber was heißt ...

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Tanz August/September 2026
Rubrik: Kalender, Seite 46
von Falk Schreiber

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