Trisha Brown

New York Vibrations: Zum Tod der Choreografin.

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Ein Video zu Trisha Brown exklusiv bei unserem Partner klassik.tv.

Die Nachricht vom Tod der großen alten Dame des postmodernen Tanzes am 18. März 2017 in San Antonio/Texas, nur wenige Monate nach ihrem 80. Geburtstag im November letzten Jahres, kam nicht ganz überraschend. Neben der Trauer über einen Abschied, der sich lange angekündigt hat, löste sie eine Bilderflut im Kopf aus. Eine Bilderflut, die einerseits die Traurigkeit verstärkte, andererseits aber noch einmal die Leidenschaft, das Staunen über und die Lust an reiner Bewegung entfesselte, wie Trisha Brown sie uns gelehrt hat.

Ohne diese Frau wäre im Tanz vieles anders und manches gar nicht.

Keine Erzählung. Keine technischen Bravourstückchen. Nur Bewegung und wie sie, einmal angestoßen, sich im Körper fortsetzt. Ob das Vokabular, das Brown  aus Alltagsbewegungen schuf, in ihrer Kindheit wurzelte, als sie in Aberdeen im Staat Washington, ungelenk, wie sie später erzählte, auf Bäume kletterte und Fußball spielte? Steppen, Ballett und Akrobatik lernte sie in der Pubertät, modernen Tanz dann gleich bei den Meistern am Mills College, bei José Limón, Louis Horst, Merce Cunningham. Das war in den 1950er-Jahren. Schon damals interessierte sie fast alles, nur eines nicht: Virtuosität.

Als sie in ...

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Tanz Mai 2017
Rubrik: Bewegung, Seite 4
von Verena Lueken

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