Parkett International: Belgien und Niederlande

Angekränkelt: Gekürzte Budgets und die Abwanderung von hochqualifizierten Tänzerinnen und Tänzern sorgen in Belgien und den Niederlanden für künstlerische Stagnation und schleichenden Schwund bei den kleinen Kompanien

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Eines lässt sich gewiss feststellen, blickt man auf das belgische und niederländische Tanzgeschehen der zurückliegenden Saison: In beiden Ländern setzen widrige finanzielle und organisatorische Bedingungen dem Tanz empfindlich zu. Dies könnte auch ein Grund dafür sein, dass bedeutende künstlerische Ereignisse ausgeblieben sind.

Eine bemerkenswerte Parallelentwicklung, besonders wenn man bedenkt, dass sich die Szenen in Belgien und Holland historisch völlig unabhängig voneinander herausgebildet haben und wechselseitige Beziehungen auf dem Feld des Tanzes von jeher schwach ausgeprägt waren. Bestimmte belgische Künstlerinnen und Künstler kann man auf niederländischen Bühnen zwar noch immer recht häufig erleben; umgekehrt ist dies hingegen kaum der Fall. Selbst Vorstellungen von Spitzenkompanien wie dem NDT oder dem NDT 2 sind in Belgien mittlerweile Mangelware. Vermutlich liegt das auch an dem Umstand, dass die Holländer bereits lange vor den Belgiern über eine stark entwickelte Tanzlandschaft verfügten. Der Geschmack des niederländischen Publikums ist nach wie vor von jenem energetischen modernen Idiom geprägt, das zuerst Choreografen wie Hans van Manen und Jiří Kylián mit ihrem oft ...

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Tanz Jahrbuch 2019
Rubrik: Parkett International, Seite 152
von Pieter T‘Jonck

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