Parkett International: Belgien und Niederlande
Eines lässt sich gewiss feststellen, blickt man auf das belgische und niederländische Tanzgeschehen der zurückliegenden Saison: In beiden Ländern setzen widrige finanzielle und organisatorische Bedingungen dem Tanz empfindlich zu. Dies könnte auch ein Grund dafür sein, dass bedeutende künstlerische Ereignisse ausgeblieben sind.
Eine bemerkenswerte Parallelentwicklung, besonders wenn man bedenkt, dass sich die Szenen in Belgien und Holland historisch völlig unabhängig voneinander herausgebildet haben und wechselseitige Beziehungen auf dem Feld des Tanzes von jeher schwach ausgeprägt waren. Bestimmte belgische Künstlerinnen und Künstler kann man auf niederländischen Bühnen zwar noch immer recht häufig erleben; umgekehrt ist dies hingegen kaum der Fall. Selbst Vorstellungen von Spitzenkompanien wie dem NDT oder dem NDT 2 sind in Belgien mittlerweile Mangelware. Vermutlich liegt das auch an dem Umstand, dass die Holländer bereits lange vor den Belgiern über eine stark entwickelte Tanzlandschaft verfügten. Der Geschmack des niederländischen Publikums ist nach wie vor von jenem energetischen modernen Idiom geprägt, das zuerst Choreografen wie Hans van Manen und Jiří Kylián mit ihrem oft ...
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Tanz Jahrbuch 2019
Rubrik: Parkett International, Seite 152
von Pieter T‘Jonck
Meine Glücksbringer sind seit jeher Ein-Cent-Münzen, die ich oft auf der Straße finde, wenn ich spazieren gehe und die Gedanken schweifen lasse. Die Idee dahinter ist: Wenn ich stehen bleibe und die Münze aufhebe, dann ist das ein Zeichen dafür, dass ich bescheiden und demütig bleibe. Ich bin überzeugt davon, dass «Werke» immer auch ein bisschen «Glück» brauchen....
ich habe keinen talisman. ich habe auch kein kontinuierliches ritual. es gibt jedoch gedanken, die oft hochkommen, kurz bevor ich auf die bühne gehe. ich denke an meine grossmutter, die schon lange nicht mehr lebt, an ihre energie und lebensfreude, ihren blick, wie sie mich und meine ersten tanzversuche im wohnzimmer am attersee beobachtet hat und so glücklich war,...
Jubelrufe, Standing Ovations. Die Sydney Dance Company feiert -einen Triumph. Was für Tänzerinnen und Tänzer! Sämtlich stark in ihrer Präsenz, athletisch, beweglich, musikalisch, diszipliniert und wohltrainiert. Siebzehn in Körpergröße und -modellierung ganz unterschiedliche Typen geben im Wallen der Theaternebel, auf den Wogen der mächtigen Musik und im Bad des...
