Nordrhein-Westfalen
Die Landesförderung für die Freien Darstellenden Künste in Nordrhein-Westfalen wird bis 2020 von derzeit acht auf rund 12,5 Millionen Euro pro Jahr aufgestockt. Neue Förderansätze und längere Förderlaufzeiten sollen nicht nur weniger Bürokratie verursachen, sondern auch die Selbstorganisation und Selbstbestimmung der Freien Szene unterstützen – natürlich unter der Bedingung der Einhaltung von Honoraruntergrenzen. Vor allem die Ensembleförderung wird durch aufeinander aufbauende Module gestärkt.
Ausgeweitet wird die allgemeine Projektförderung von ein auf zwei Jahre, bis zu achtzig Projekte kommen in diesen Genuss. Zusätzlich gibt es erstmals eine Konzeptionsförderung für kontinuierlich in NRW arbeitende Ensembles. Auch die dreijährige Spitzenförderung wird ausgeweitet. Acht statt bisher sechs Tanzkompanien profitieren davon. Neu ist die Exzellenzförderung: Wenn ein Ensemble dreimal erfolgreich Spitzenförderung erhalten hat, erhält die Kompanie drei Jahre in Folge 100 000 Euro pro Jahr. In diese Kategorie wechseln noch 2018 das Kölner Ensemble Mouvoir von Stephanie Thiersch und die Düsseldorfer Kompanie um Ben J. Riepe. Andere Kollektive wie das Overhead Project oder die Tanzfuchs ...
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Tanz August/September 2018
Rubrik: Praxis, Seite 74
von Arnd Wesemann
Jutta Hell, Dieter Baumann, seit 1995 tanzt Rubato nicht nur in Berlin, sondern auch in Shanghai. Wie hat sich der chinesische Tanz seither verändert?
Jutta Hell: Verändert? Fast gar nicht. Nur die minimalistisch arbeitende Kompanie TAO Dance Theatre ist relativ neu. Sie ist die einzige Newcomerin in China, die sich halten konnte.
Dieter Baumann: Diese Kompanie um...
Gerade mal wieder genervt? In der Telefonwarteschleife gefangen, an den Schreibtisch gefesselt oder schlaflos dank Vollmond? Hier kommt die Rettung: knapp 15 Zentimeter groß, figürlich Oskar Schlemmers drahtigen Kostümen fürs «Triadische Ballett» nachempfunden und hundert Prozent ablenkungstauglich. Einmal den schwarzen Kopf in Schwung versetzen, schon dreht sich...
Alida schließt die Fenster in der Arnulfstraße und lässt die schwarzen Filzvorhänge runter – jetzt können weder das Tageslicht noch die Geräusche aus der nahen Hauptbahnhof-Halle die konzentrierte Stimmung im Probenraum stören. Die sechs jungen Tänzerinnen stellen sich in der Ecke auf, sie sind in sanftes Kunstlicht getaucht, Alida steht zwei Schritte vor den...
