Ed Wubbe: «Casablanca»
Für sein neues Tanzstück «Casablanca» hat sich der Choreograf Ed Wubbe vom gleichnamigen Filmklassiker mit Ingrid Bergman und Humphrey Bogart aus dem Jahr 1942 inspirieren lassen. Das passt zu seiner Vorliebe für Goldene Zeitalter, der er seit einigen Jahren frönt: Mit Bezügen zu Rembrandt, Vermeer oder der legendären Tulpenmanie hat Wubbe mit «Holland» bereits das niederländische Gouden Eeuw im 17. Jahrhundert zelebriert; den sogenannten Roaring Twenties erwies er mit «The Great Bean» Reverenz.
Humoristisch ging es in seiner Kreation «All Hands on Deck» zu, während «Ting!», eine großangelegte Kollaboration mit der Popband The Nits, Zirkusartisten auf die Bühne holte.
Dem Direktor des Scapino Ballet Rotterdam, das seinen 75. Geburtstag feiert, geht es mithin um Tanztheater, das breite Publikumsschichten erreicht. Wie eben auch der Hollywood-Streifen «Casablanca», den Wubbe freilich nicht einfach eins zu eins in Tanz übersetzt. Das wird schon daran deutlich, dass die Musik die Hauptrolle zu spielen scheint: Klänge und Dialoge lassen zahllose akustische Splitter aus dem filmischen Original aufblitzen, und nicht zuletzt sorgt die wiederholte Einspielung des berühmten Songs «As Time ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Januar 2022
Rubrik: Kalender, Seite 36
von Marcelle Schots
Entmündigt
Ein arabischer und ein chinesischer Tanz, komponiert von dem Russen Peter Tschaikowsky, minutenkurz, gesehen durch die Brille des 19. Jahrhunderts. Und so rekonstruiert, wie bei der St. Petersburger Uraufführung 1892 gezeigt. Ist das heute wirklich Grund genug, eine teure «Nussknacker»-Produktion als jüngsten Fall von Cancel Culture abzusetzen, wie beim...
Alexander Aulehla, woran forscht die Molekularbiologie?
Als Molekularbiologe oder Entwicklungsbiologe studieren wir, wie wir uns entwickeln. In unserem Fall benutzen wir Fische. Sie sind hervorragend geeignet, weil sie durchsichtig sind. Wir studieren an ihnen Oszillationen, die Schwingungen auf molekularer Ebene. Ich erkläre das gern so: Als wir uns embryonal...
tanz. Zeitschrift für Ballett, Tanz und Performance
Herausgeber Der Theaterverlag – Friedrich Berlin
Redaktion Sofie Goblirsch, Marc Staudacher, Dorion Weickmann (Leitung), Arnd Wesemann Nestorstraße 8-9, 10709 Berlin Tel. +49-(0)30-254495-20, Fax -12 redaktion@tanz-zeitschrift.de www.tanz-zeitschrift.de
Gestaltung & Art direction Marina Dafova
Anzeigen /...
