Anschub
Christiane Theobald ist eigentlich schon auf Abruf. In eineinhalb Jahren wird die Interimsintendantin des Berliner Staatsballetts die Leitungsaufgaben an Christian Spuck abgeben, Choreograf und derzeit noch Direktor des Ballett Zürich. Beide kennen sich gut, schätzen sich – auch deshalb nutzt Theobald die verbleibende Zeit, um ein paar sehr entscheidende Weichen zu stellen.
Nachdem im Winter 2020 ein Fall von Rassismus in den eigenen Reihen ruchbar wurde (tanz 2/21) und schließlich vor Gericht ging, hat Theobald ein Gesprächsformat aufgelegt, das unter dem Titel «Ballet for Future? Wir müssen reden!» regelmäßig Expert*innen am runden Tisch in der Berliner Bismarckstraße versammelt, um von Repertoire über Arbeitsbedingungen und Hierarchien bis Ausbildung den Status quo auf Veränderungsnotwendigkeiten und -möglichkeiten abzuklopfen. Außerdem leistet das Staatsballett neuerdings Starthilfe in Form eines Mentorship-Programms, das, so Theobald, «die Brücke zwischen Schule und Theater, also Lehre und Praxis» bauen soll.
Individuelles Coaching
Zwei Schieflagen und die Corona-Krise brachten die Intendantin auf diese Idee: In schwerem Fahrwasser navigierte ja nicht nur ihre eigene ...
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Tanz Januar 2022
Rubrik: Praxis, Seite 50
von
Spotlight: Yolanda Morales
Was für ein Thema für den zeitgenössischen Tanz: Im vierten Teil seines Romans «2666» – «Verbrechen» – beschreibt Roberto Bolaño die Leichenfunde von Ciudad Juárez, die zu einer seit Anfang der 1990er-Jahre im Norden Mexikos andauernden Mordserie gehören. Yolanda Morales’ Arbeit «2666» bezieht sich, neben dem brutalen Femizid, der in...
Die Stühle sind schon gefallen. Nebel wallen. Es liegt Endzeitstimmung über der Szene, wenn Zölligs Kompanie die schwarze Bühne zwischen den Brandmauern des Staatstheaters entert. Der ehemalige Pina-Bausch-Tänzer Rainer Behr beschwört in seinem neuen Tanzstück «Denn Bleiben ist nirgends» das Schwankende, Gleitende, Flüchtige der menschlichen Existenz und findet...
Die Lehrerin: Jasmine Ellis
Jasmine Ellis, Ihr «Bad Lemons Project» in München klingt wie noch so eine verrückte Tanzmethode, oder was verbirgt sich hinter «schlechten Zitronen»?
Eine Initiative, die professionelles, mit 20 Euro pro Woche auch bezahlbares Training für Profitänzer*innen aus dem Münchner Raum anbietet.
Wer kommt?
Es gibt – je nach den Lehrer*innen –...
