Abschied von Vivienne Westwood
Zu einer Zeit als London noch an der Spitze von Trends in Musik, populärer Kultur und Lifestyle stand und die damals jungen englischen Bands wie Sex Pistols oder The Clash aus einem diffusen Groll Punk zu einer Bewegung machten, ist es Vivienne Westwood, die die Looks einer «Urban Guerilla» erfindet. Schockierend-provokative Kleidung mit politischen Slogans für die Rebellen. In ihrer kleinen Boutique an der King’s Road in Chelsea, die sie mit Sex Pistols Manager Malcolm McLaren betreibt, wird Mode zum politischen Statement.
Ende der siebziger Jahre galt Westwood bereits als Symbol der britischen Avantgarde. Die «Godmother of Punk», die am 29. Dezember in London verstorben ist, war eine Visionärin. Mit ihren kühnen und radikalen Entwürfen brachte sie die Londoner Underground-Punkszene an die Spitze der Mode und machte deren Musik zu einem der einflussreichsten Genres.
Bei aller Exzentrik ist Westwood eine globale Marke und noch nach 40 Jahren eines der letzten unabhängigen Modeunternehmen der Welt, geführt durch den rebellisch-kompromisslosen Geist seiner Begründerin. Geehrt und geadelt von der englischen Königin zur Dame und Trägerin des Order of the British Empire, ist die ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Februar 2023
Rubrik: Side step, Seite 17
von Marina Dafova
Barbusig sitzt die dunkelhaarige Frau im Schneidersitz, auf den Knien ein Schwert, der Blick selbstbewusst auf den Betrachter gerichtet: Kunst, Tanz, Verführung, und, auch das, Gewalt. Der nackte Oberkörper mag erotisch aufgeladen sein, der Blick die Grenze zwischen Bild und Betrachter überwinden, aber die Klinge des Schwerts blitzt bedrohlich. Bruno Piglheins...
Das Stadttheater Gießen ist zu Beginn der Saison komplett neu aufgestellt worden und wagt auch in Sachen Tanz nach zwanzig Jahren unter Tarek Assams Direktion neue Wege: Constantin Hochkeppel zeichnet für die Tanzsparte verantwortlich. Mit seinem neunköpfigen Ensemble möchte er – in der Ästhetik des Physical Theatre – aktuelle Themen verhandeln, ohne zu ernst zu...
Kein Meer ringsum. Stattdessen ein karger Kastenraum, behängt mit Spiegeln, bestückt mit Stühlen. Mehr braucht es in Heidelberg nicht, um die Ausgangssituation des Stücks sichtbar zu machen. Prospero, Protagonist in Shakespeares «Sturm», hat es nicht auf eine einsame Insel verschlagen. Der «Tanzabend mit Chor», den Iván Pérez und Grzegorz Bral im Marguerre-Saal...
