zero
Nanine Linning hat das Herz auf dem rechten Fleck, jedenfalls auf dem T-Shirt, das sie sich zur Verbeugung vor ihrem Premierenpublikum überstreift. Es bekräftigt ihre Liebe zu Heidelberg, das nicht zuletzt unter ihrer Ägide wieder zu einem Zentrum des zeitgenössischen Tanzes aufgewertet werden soll. Mit «Zero» hat sie ihr ehrgeiziges Vorhaben an den Start geschoben – was, wie die Niederländerin meint, nicht heißen soll, dass die Stadt vom Tanz aus gesehen am Nullpunkt steht. Dragutin Boldin hat hier lange Zeit gewirkt.
Johann Kresnik ließ sich von der Stadt zum «Familiendialog» inspirieren, zu «Mars» und «Sylvia Plath», d. h. zu einem Choreografischen Theater, das seinerzeit weniger politische Zustände problematisierte als ganz persönliche Befindlichkeiten. Liz King suchte nach neuen Möglichkeiten für den Tanz. Ebenso taten das Hans Falär und Irina Pauls auf unterschiedliche Weise. Zuletzt installierte Joachim Schlömer in Freiburg und Heidelberg mit pvc ein «Physical Virus Collective», das allerdings nicht so tief in die «Blutbahn des Theaters» einzudringen vermochte, dass sich die Zuschauer davon dauerhaft infiziert fühlten.
Black Hole
Nanine Linning spielt mit «Zero» nicht nur ...
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Tanz März 2013
Rubrik: produktionen, Seite 8
von Hartmut Regitz
newcomer_________
anna süheyla harms
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Der Belgier Thierry Smits hat sich viel vorgenommen mit seinem neuen Stück. Er holt sieben Tänzer auf die Bühne, eine große Besetzung für einen unabhängigen Choreografen. Die live gespielte Musik stammt von Steven Brown und Blaine Reininger, Ex-Mitglieder der Kult-Band Tuxedomoon. Auch Sujet und künstlerisches Konzept sind ambitioniert: Smits begreift seine Arbeit...
Bis vor Kurzem war die freie Tanzszene in Rheinland-Pfalz faktisch nicht existent. Jetzt aber hat der Franzose Stéphen Delattre, zuletzt Solist bei Pascal Touzeau am Mainzer Staatstheater, ein eigenes Ensemble gegründet – kein risikoloses Unterfangen in einer Zeit, da die Tanzsparte insgesamt oft in Bedrängnis ist.
Doch Delattre, der auch schon für Katja Wünsche...
