Xin Peng Wang: «Manon Lescaut»

Dortmund

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Antoine-François Prévost d’Exiles’ Roman «Histoire du chevalier Des Grieux et de Manon Lescaut», 1731 erschienen, erzählt eine ziemlich komplizierte Geschichte, die aus dem Paris jener Zeit – durch Klöster und Spielsalons, Liebesnester und Gefängnisse – bis in die neue Welt, nach New Orleans, hinüberspielt. Immer wieder verrät die schöne, flatterhafte Manon den leidenschaftlich in sie verliebten Edelmann Des Grieux an ihren Hang zu Luxus und Vergnügen, bis sie erschöpft von den Strapazen einer Flucht vor der Justiz  in seinen Armen stirbt.

Die Vorlage hat Komponisten wie Choreografen immer wieder zu simplifizierenden Nachdichtungen gereizt. Jules Massenet und Giacomo Puccini haben «Manon»-Opern geschrieben, Kenneth MacMillan und Peter van Dyk – und davor diverse Kollegen im 19. Jahrhundert – haben Manon und ihren Galan tanzen lassen. Jetzt hat sich auch Dortmunds aus China stammender Ballettchef Xin Peng Wang an den Stoff getraut, mit musikalischer Unterstützung durch Puccini und die Dortmunder Musiker Matthias Grimminger und Henning Hagedorn.

Wang verlegt die Geschichte in die 1920er Jahre, und statt seine Protagonisten durch Frankreich und über den Atlantik zu hetzen, beschränkt ...

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Tanz April 2007
Rubrik: Der Kalender, Seite 42
von Jochen Schmidt

Vergriffen
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