Wut und Witz

Musik, Tanz, Theater, Film, schrille Texte, wilde Assoziationsketten und absurde Theorie-Exkursionen: Constanza Macras stellt seit fast dreißig Jahren das Theater auf den Kopf. Und hat es damit bis nach Hollywood geschafft

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Constanza Macras empfängt an einem wunderschönen Sommertag in ihrer Kreuzberger Wohnung. Draußen, auf dem Balkon, sonnt sich die Schildkröte, die, wie könnte es bei Macras anders sein, frei durch die ganze Wohnung laufen kann. Und Macras selbst sitzt, nein, ruht gelassen auf einem ausladenden Sofa. Ein ähnliches Foto von ihr, nur ist sie da in eine Art Kaftan gekleidet, gab es im vergangenen Jahr in der «Vogue». Nicht, dass die «Vogue» ständig zeitgenössischen Choreografinnen große Porträts widmen würde.

Aber seit Macras für die Filme von Yorgos Lanthimos choreografierte, erst 2018 für «The Favourite» und dann 2023 für «Poor Things» – und als dann Emma Stone für ihre Rolle in «Poor Things» auch noch den Oscar gewann: Ja, seitdem ist Macras so etwas wie unsere Frau in Hollywood.

Das Chaos auf der Bühne organisieren
1997, als die damals 27 Jahre junge und noch völlig unbekannte Constanza Macras ihr erstes abendfüllendes Stück im Berliner Theater am Halleschen Ufer zeigte, hätte man sich das kaum vorstellen können. «Wild Switzerland» hieß das Stück. Ein Jahr zuvor war die gebürtige Argentinierin, nach Stationen in Amsterdam und New York, nach Berlin gezogen. In «Wild Switzerland» ...

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Tanz Oktober 2025
Rubrik: Menschen, Seite 24
von Michaela Schlagenwerth

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