vincent baudriller, olaf schmidt, assis carreiro...
abschied:
stella mann
Mit Laban hatte ich nie was am Hut, meinte Stella Mann sinngemäß, als ich sie 2004 fragte, ob sie als Zeitzeugin an einer Diskussion über die historische Situation des Ausdruckstanzes in Wien teilnehmen würde. Nur zögerlich sagte sie zu. Sie war vor den Nazis nach London geflüchtet. Modernen Tanz gab es dort keinen; nur Sigurd Leeders Schule ließ sie gelten. Die am 24.
Januar 1912 in Wien geborene Tänzerin, Choreografin und Pädagogin wechselte von Gertrud Bodenwieser, bei der sie studiert hatte, ins englische Ballettfach und gründete 1959 das Stella Mann College, das sie Jahrzehnte lang erfolgreich leitete. Ihre Begründung: Die Absolventen sollten nach der Ausbildung auch Geld verdienen. Die kleinwüchsige Frau fiel im Wien der Zwischenkriegszeit vor allem in temperamentvollen Tänzen auf, oft im Ensemble mit Trude Godwyn und Gerda Marée, sowie in komischen Rollen mit Kabarett-Partnern wie Paul Morgan und Fritz Grünbaum. In Gertrud Kraus’ Wiener Ensemble tanzte sie von 1931 bis 1934. Es kam einem Wunder gleich, als Stella Mann für das Festival «Berührungen. Tanz vor 1938 – Tanz von heute» 2008 ihren «Spanish Dance» rekonstruierte, den sie 1930 im Rahmen des 3. ...
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Tanz Februar 2013
Rubrik: menschen, Seite 32
von
toulouse:
kader belarbi
Als er 2008 als Étoile der Pariser Oper abdankte, fehlte eigentlich nur eine Trauerbeflaggung am Palais Garnier, um dem Abschiedsschmerz seiner unzähligen Fans Ausdruck zu verleihen. Jetzt haben sie ihn wieder, wenn auch in anderer Funktion: Seit August 2012 leitet der charismatische Halbalgerier das Ballett-Ensemble des Théâtre du Capitole...
Das Phantom der Oper ist ein Tänzer. Ralf Rossa weist das in seiner Hallenser Inszenierung choreografisch überzeugend nach. Gleichzeitig setzt er erfolgreich jene Musical-Annexion fort, die Ralf Dörnen beim Ballett Vorpommern mit «Die Schöne und das Biest» begonnen hat.
Gaston Leroux´ 1909/10 publizierter Roman über das sagenumwobene Geschöpf gibt fürs Ballett...
brug schaut dvd
fonteyn & nurejew
So hip er auch sein mag, in jedem Engländer gibt es eine unausrottbare Ecke für Plüsch und Pleureusen, für Häkelarbeiten und Spitzenverzierungen. Das lässt sich trefflich auch aus den jüngst bei ICA Classics veröffentlichten BBC-Archivalien ableiten. Dafür wurde eine Triple Bill aus kostbarer, seinerzeit extra fürs Studio...
