Vania Rovisco
«Replacement» heißt das Stück, doch Vania Rovisco ist darin nicht zu ersetzen. Wie die anderen aus der Mannschaft Meg Stuarts gibt sie der gemeinsamen Arbeit Gestalt, und das heißt in diesem Falle: etwas zur Recherche beitragen, wenn nicht sogar sich selbst aufs Spiel zu setzen. Die Portugiesin aus Südafrika hat damit kein Problem. Sie scheut das Risiko nicht. Während andere ihre Grenzen erst erkennen müssen, um sie überwinden zu können, nimmt sie a priori Tanz als eine Herausforderung.
Schließlich hat sie sich ihm erst verhältnismäßig spät angenähert – am Forum Dança in Lissabon über zweijährige Workshops, u. a. mit Vera Mantero, Francisco Camacho und André Lepecki. Und schon damals waren Improvisation und Komposition Themen, die ihr am meisten lagen. Lernbegierig lässt sie denn auch in den Arbeiten Meg Stuarts ihrem Bewegungsdrang freien Lauf und entdeckt dabei die Kreativität des eigenen Körpers mit einer Leidenschaft, die in «Alibi», «Visitors Only» und «Replacement» selbst im Moment der kollektiven Preisgabe der Person stets zu spüren ist. «I’m a mover», sagt die schlanke, hoch gewachsene Tänzerin viel sagend, die in ihre Experimente nicht nur eine unerklärliche Kraft, sondern ...
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