Still ruht der See

Iván Pérez verabschiedet sich mit «Bodies of Water» aus Heidelberg

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«Flow», das kann vieles bedeuten. Iván Pérez interpretiert den Begriff am Dance Theatre Heidelberg ganz wörtlich und lässt sein Wissen sowie das seines Ensembles einfließen in ein elementares Stück Tanz, das er vieldeutig «Bodies of Water» nennt. Vieldeutig, weil Pérez im Titel nicht nur auf die drei Aggregatzustände des Wassers anspielt, sondern auch auf die Tatsache, dass sich das Körperhafte des Menschen auf seine Flüssigkeiten gründet.

«Wir sind Wasser», überschreibt Dramaturgin Natalie Broschat denn auch ihren Programmheftbeitrag, der die vielfältigen Aspekte des Abends auffächert und so konkrete Fragen stellt wie: Wer sind wir in Bezug auf Wasser? Wie beeinflusst dieses starke Element uns und die Erde?

Kaum dass man den Marguerre-Saal des Heidelberger Theaters betritt, hat man tatsächlich den Eindruck, als habe Yoko Seyama im Auftrag des Choreografen die Bühne geflutet. Still ruht jedenfalls der See, im Licht der Scheinwerfer bläulich schimmernd. Sobald die elektronische Auftragskomposition von Rutger Zuydervelt einsetzt, treten die ersten Tänzer auf den Plan. Sie fassen das hauchzarte, dabei aber erstaunlich stabile Chiffon-Gewebe an seinen Zipfeln und lassen es ...

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Tanz April 2026
Rubrik: Produktionen, Seite 12
von Hartmut Regitz

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