Rituale: Marcos Morau
Ich habe keinen Talisman oder Glücksbringer, aber was Fetischismus betrifft – ist meine ganze künstlerische Arbeit voll davon. Alle meine Obsessionen gehen darin auf. Ich trage allerdings eine Halskette mit den beiden Trauringen meiner Eltern. Es ist das einzige Amulett, das mich immer begleitet. Beim Fliegen, wenn ich Stress oder Angst habe – und natürlich während der Premieren drücke ich es mit meiner Hand.
Marcos Morau leitet die spanische Kompanie «La Veronal» und hat sich mit surrealen Inszenierungen einen Namen gemacht
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Tanz Jahrbuch 2019
Rubrik: Glücksbringer, Seite 15
von
Manche Werke sind uns heilig. Sie entzünden die Fantasie, verzaubern das Publikum seit Generationen. So verhält es sich mit «Giselle», von Théophile Gautier zu Papier gebracht, 1842 uraufgeführt. Gautier, ein Pariser Luxus-Dandy und rauschmittelseliger Bonvivant, zählte nicht nur zu den produktivsten Ballettlibrettisten des 19. Jahrhunderts. Vielmehr beschrieb er...
Im stillen Teich, und das ist die italienische Tanzlandschaft, war der einzige Stein, der das Wasser kurz in Wallung brachte, die Vergabe des «Goldenen Löwen» auf der Biennale von Venedig für die Lebensleistung des 43-jährigen Choreografen Alessandro Sciarroni. Der Italiener darf sich somit einreihen in die illustre Liste von Preisträgern, auf der Merce Cunningham...
Wer Qfwfq nicht kennt, muss nicht in Panik geraten. Jedenfalls nicht sofort. Auch Karin Pauer ist nicht wirklich vielen ein Begriff. Aber das kann noch werden. Die Tänzerin und Choreografin ist auch deutlich jünger als Qfwfq, der – seinem Schöpfer Italo Calvino zufolge – so alt ist wie das Universum selbst.
Pauer lebt in Wien, und sie hat einen von Qfwfqs...
