Rheinland-Pfalz und Saarland

Tanz - Logo

Fragt man in Rheinland-Pfalz nach Tanzbudgets, erhält man vom Minis­terium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur die Auskunft: «Der Förderanteil des Landes ist nicht darstellbar», einen zusätzlichen Förderbedarf sehe man nicht. In einer Landschaft aus Stadttheatern hat das Ludwigshafener Theater im Pfalzbau eine Sonderstellung. Es ist das einzige Theater ohne eigene Kompanie. Pro Spielzeit stehen zwischen 1,2 und 1,4 Millionen Euro zur Verfügung. Die Choreografiewettbewerbe «no ballet» und «phat skillz» sind mit etwa 100.000 Euro angesetzt.

Gut die Hälfte der Ausgaben dient dem Tanz. Finanziell gut aufgestellt ist das Theater im Pfalzbau auch durch das Tanzsponsoring der BASF (darunter Sasha Waltz & Guests). Dafür sehen rund 21.000 Zuschauer 42 Tanzvorstellungen. Nur für das Theater im Bühnenturm soll es künftig keine Bespielgenehmigung mehr geben, was kleinformatige Tanzvorstellungen verhindert. Seit 2009 unter neuer Leitung ist das Ballett des Staatstheaters Mainz. Pascal Touzeau hat das 20-köpfige Ensemble neu aufgestellt, es zeigt vier Premieren pro Spielzeit, eine mehr als unter seinem Vorgänger Martin Schläpfer, dessen Vorstellungen fast immer ausverkauft waren. ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Jahrbuch 2010
Rubrik: Diagnose: Tanz in den Ländern, Seite 58
von Natali Kurth

Vergriffen
Weitere Beiträge
Berlin

Mit 80 Tänzern und einem Budget von 7,5 Millionen Euro hat Vladimir Malakhovs Staatsballett soeben das Stammhaus Unter den Linden wegen Renovierung verlassen und bespielt neben der Deutschen Oper reihum auch das Schiller-Theater und die Komische Oper. Möglichst ­viele Häuser bespielt auch Sasha Waltz, durch eine seltene Mischfinanzierung: Sie hat beim Berliner...

Pflegen

wir das Tanzerbe unserer Eltern und geben die Kunst des Tanzens an unsere Kinder weiter. Das ist auf einen Satz verkürzt die Leuchtturmpolitik der Kulturstiftung des Bundes und die Zukunft von «Tanzplan Deutschland». Mit 4,5 Millionen Euro werden ab 2011 die Jungen und das Erbe der Alten gepflegt. Es sieht so aus, als trüge der Plan nach dem Tanzplan die...

Sang Jijia

Was macht der Tanz in China? Keine Ahnung. Dass das kommunistische Land sich seit zwanzig Jahren immens verändert, ist allenthalben bekannt. Was sie dort tanzen, erreicht unsere Bühnen, vielleicht auch aus nichtgeografischen Gründen, extrem selten, wenn es nicht gerade ­eine «Schwanensee»-Zirkusnummer ist. Seitdem die diesjährigen Wiesbadener «Maifestspiele» die...