Projektförderung: Feminist Futures: Silke Bake und Jacopo Lanteri

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Jacopo Lanteri, Sie sind künstlerischer Co-Leiter der Tanzfabrik Berlin, die kürzlich als Hauptantragsteller eine Förderung für das europäische Netzwerk «advancing performing arts project», kurz apap, erhalten hat. Und Sie, Silke Bake, sind Projektleiterin der aktuellen, vierjährigen Projektphase, die unter dem Motto «Feminist Futures» steht. Wie kam es zu dieser thematischen Ausrichtung? Das war eine mehrheitliche Entscheidung der elf beteiligten Kooperationspartner, entstanden aus dem Wunsch, das Netzwerk zeitgemäß weiterzuentwickeln.

Thematisch geht es uns nicht nur darum, über Feminismus zu sprechen. Wir wollen darüber hinaus ausprobieren, was es bewirkt, ein Netzwerk zu sein, das Prinzipien des intersektionalen Feminismus anwendet. Und zwar innerhalb eines europäischen Verbundes, der bestimmten Regeln und Grenzen unterliegt.

Im intersektionalen Feminismus geht es um eine differenzierte Sicht auf soziale Ungleichheit. Diskriminierung in Hinblick auf das Geschlecht eines Menschen, seinen finanziellen Status und seine sexuelle Ausrichtung werden nicht separat betrachtet, sondern in Beziehung zueinander gesetzt und weitestgehend kontextualisiert. Wie lässt sich das auf Ihr ...

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Tanz Dezember 2020
Rubrik: Praxis, Seite 58
von Interview: Christine Matschke

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