Philippe Saire
Philippe Saire
«Il faut que je m’absente»
Funkelnde Glühbirnen, Strass und Pailletten. Pfennigabsätze, ein Zylinder, falscher Rauch und lange rosa Plüschohren … Auf den ersten Blick liegt der Titel etwas daneben: «Il faut que je m’absente» – «I really have to go now». Was soll das Ich («… je m’absente») in all dem Glamour? Und was soll dieses zögerliche, unentschuldigte Verschwinden («Il faut …») in einem wirklich festlichen Stück? Und das ist es, im besten Sinn des Worts.
Das neue Opus der Cie Philippe Saire spielt mit dem Vergnügen: Die Lichter glitzern, das Publikum schmunzelt, und die sechs Tänzer scheinen sich köstlich zu amüsieren.
Seit 2006 widmet sich Saire dem Thema der Unterhaltung. «Il faut que je m’absente», der zweite Teil einer Trilogie, die am zwanzigsten Geburtstag der Lausanner Kompanie ihren Anfang nahm, soll ein «amüsantes Stück» sein, gespickt mit «galligem Humor». Tatsächlich folgt eine Attraktion nach der anderen. Ein Moderator wippt im Bann der Scheinwerfer mit den Hüften, ein Paar übt sich im Stepptanz. Zwei Gogo-Girls assistieren einem Zauberer, der jemanden zum Verschwinden bringen will … Verschwinden, das ist das Leitmotiv. In «Il faut que je m’absente» ist ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Jérôme Bel, der große Intellektuelle unter den Choreografen, findet es traurig, dass es den großen Vorhang nicht mehr gibt. Nicht bei den modernen Stücken. In Paris, «in der Opéra Garnier gibt es noch zwei Vorhänge und jeder von ihnen hat mehrere Bewegungsarten beim Öffnen, das war faszinierend, aber vielleicht auch ein bisschen unnütz», sagt der Meister.
2001 in...
Maren Strack
«Hotel Idyll»
Vor zwölf Jahren lernten sie sich kennen: die Flamenco-Tänzerin Maren Strack und der Geräuschemacher Max Bauer. Was gut passt: Flamenco macht eine Menge Geräusch. In ihrer ersten Performance «Ytong» zertanzte Maren Strack noch ganz allein den gleichnamigen weichen Stein zu weißer Asche. Dabei klackte sie rhythmisch mit der Zunge, ersetzte...
Ein brandneuer Prachtband des italienischen Superstars Roberto Bolle zeigt – nahezu – alles, was den Étoile der Scala, den geliebten Gast am Royal Ballet, den Umschwärmten von Petersburg über Paris bis nach New York so auszeichnet: Er ist eine Ikone männlicher Schönheit, ein Topmodel mit einem sagenhaften Körper, perfekt für jede Modestrecke.
Und dann dieses nette...
