Philipp Gehmacher
Philipp Gehmacher ist unter den Choreografen der Fragwürdigste. Keiner befragt Tanz grundsätzlicher. 2004/05 entwickelte der Österreicher Incubator, zugleich auch Titel dieses Buches, zuerst als Performance für vier Tänzer aus puren Gesten. Ihr Ziel: das Zeichen aus dem Tanz zu vertreiben. Zusammen mit Angela Glechner und Peter Stamer gibt es jetzt 107 Seiten Selbstbefragung (bei www.passagen.at): Nur der Frage nach dem Unterschied zwischen Geste und Zeichen weicht sie tunlichst aus.
Denn «die Geste als Geste, Bewegung als Bewegung, Tanz als Tanz droht nicht von einer tautologischen Selbstbegründung bedroht zu werden» (Peter Stamer); während Zeichen sich noch altmodisch durch das Bezeichnete begründen. Was zwar nicht tautologisch ist, aber egal. Gehmachers berühmte Haltung im nackten Raum, den einen Arm nach oben, den anderen seitlich gestreckt wie ein Flaggensignalist, braucht keine Deutung, weil diese Geste vollständig Körper ist oder: «Die Geste und der Körper überwältigen sich gegenseitig» (Stamer). Also passiert, dass der Tänzer, an diesem Nullpunkt des Tanzes, «verschweigt, dass er spricht». Auf Deutsch: Es wäre über Gehmachers Tanzkunst nichts zu sagen, würde nicht ...
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Rafael Bonachela,
you won the first Place Prize last year – what have you done with the £32,000?
I invested it in my own company, the Bonachela Dance Company. We had our first premiere in June. We have a manager and six dancers, but our work is only project based. I do not have revenue funding from Arts Council England.
You became famous when you choreographed Kylie...
