no it is!

William Kentridge gehört zu den wichtigsten und wagemutigsten Künstlern Südafrikas – ein Grenzgänger zwischen Bildender Kunst, Film, Tanz und Theater. Die letzte Ausgabe des Berliner Festivals «Foreign Affairs» rückt ihn ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Also in English available

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Dem Thema «Zeit» gehört ein zentraler Platz im vielschichtigen Œuvre von William Kentridge. Für Arbeiten wie «Mine» (1991), «Felix in Exile» (1994), «History of the Main Complaint» (1996) oder «Tide Table» (2003) nutzt der Südafrikaner das Medium Film, um eigene Kohlezeichnungen aus ihrer statischen Form zu befreien und sie mittels Animation in dynamische Kunstwerke zu verwandeln, die zumeist von seiner Heimatstadt Johannesburg erzählen.

Deren Geschichte ist untrennbar mit dem Bergbau verbunden, einem Industriezweig, der den frühen britischen Siedlern und späterhin der vorherrschenden weißen Bevölkerung Reichtum bescherte. Es ist auch eine Geschichte der Ausbeutung – der schwarzen Minenarbeiter wie der natürlichen Rohstoffe des Landes. Mit seinen Animationsfilmen schlägt Kentridge eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart und beleuchtet die Auswirkungen, die die Vorherrschaft des weißen Apartheid-Regimes auf die mehrheitlich schwarze Bevölkerung der größten Stadt Südafrikas hatte – und hat.

Das Bemerkenswerte an Kentridges Kunst, die bei der letzten Ausgabe des Berliner Festivals «Foreign Affairs» – es wird von einem Format für «Immersive Arts» abgelöst – im Zentrum steht: ...

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Tanz Juli 2016
Rubrik: produktionen, Seite 12
von Mary Corrigall

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