monaco: Itzik Galili «Flatland»
Keiner spielt mit so vielen Frequenzen, Umdrehungen, Amplituden wie Itzik Galili. Diese Saison war für ihn: die endgültige Vereinigung mit der Dansgroep Amsterdam und der großen niederländischen Mutter der Moderne, Krisztina de Châtel.
Sie war ein Karneval mit dem Balé da Cidade de São Paulo, um das diesjährige Festival «Steps» in Winterthur zu eröffnen und das fulminante Percussionensemble einzuführen, mit dem er auch jetzt wieder arbeitet, in «Flatland» an der Deutschen Oper Berlin, kurz nachdem der Israeli seine «Different Stories» und ihre choreografischen Kampfmuster dem Ballett Kiel vermacht hatte (tanz 2/10), inklusive des hier wie dort betörend dominierenden Lichtdesigns seines Landsmanns Yaron Abulafia.
Galili, seit genau zwanzig Jahren bekannt für Duette von extrem hoher Dynamik und geradezu akrobatikverdächtigem Timing, zieht seine choreografischen Kurven immer enger, macht aus seiner 14-köpfigen Truppe einen Boliden, der enorme tänzerische Beschleunigungen hinlegt und in der Atmosphäre des Zuschauens verglüht wie ein Meteor, der scheinbar heller strahlt, als wahr ist, und mit dem Schlag des Applauses still verglimmt.
Was da war? Kraft. Ein Punctum, das den ...
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