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raimund hoghe

Wenn Engländer über Tanz schreiben, siedeln ihre Betrachtungen gern auf der persönlichen Ebene. So nähert sich auch Mary Kate Connollys Sammelband den Arbeiten Raimund Hoghes: Wie begegne ich seinen Stücken, was lösen sie aus?
Für Martin Hargreaves, der über unmittelbare Reaktionen von Studenten und Kritikern auf einzelne Szenen aus Hoghes Werken berichtet, entstehen sie aus dem Geflecht der Beziehungen zwischen den Tänzern.


Persönlich fallen auch die Statements der Hoghe-Fotografin Rosa Frank, des Tänzers Emmanuel Eggermont, von Kollegen wie Meryl Tankard oder Boris Charmatz aus, während Hoghe selbst von seinem Bezug zu Pina Bausch, zu seinem eigenen Körper und zur Kunst erzählt und Einblicke in seine Arbeitsweise gibt. Diese individuellen Schilderungen ranken sich um ein Gerüst aus zwei Essays. Gerald Siegmund veröffentlicht die überarbeitete Fassung eines Vortrags über das Ritual, in dem – so die Essenz – Form und Inhalt zusammenfallen. Laurent Goumarre zeigt, wie «Swan Lake, 4 Acts» und «The Rite of Spring» das übliche Schema von Gewalt, Opfer und Sterben durch ständige Wiederholung von Gesten intensivieren und kontrastieren.
Hoghe selbst bekämpft ...

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Tanz Juli 2013
Rubrik: medien, Seite 60
von

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