Manuel Legris geht nach Wien

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Sein Name wurde schon genannt, noch bevor Dominique Meyer (derzeit am Théâtre des Champs-Elysées in Paris) zum neuen Wiener Staatsopern­direktor ausgerufen wurde. Jetzt ist fix: Manuel Legris, der die Staatsoper von seinen Auftritten als Tänzer kennt, wird Meyers neuer Ballettdirektor. Nicht zuletzt gab die enge Zusammen­arbeit des heute 44-jährigen Tänzers mit Rudolf Nureyev den Ausschlag. Dessen Auftritte und Werke an der Wiener Staatsoper sind ein Mythos.

Ausgestattet mit einem Fünfjahres-Vertrag, wird dem Pariser Étoile, der sich im Mai in Crankos «Onegin» verabschiedet, auch die Ballettschule anvertraut. Meyer selbst verspricht einen Spielplan von den Ballets Russes über Balanchine hin zu Werken zeitgenössischer Choreografen. Und kündigt an, dem Ballett «die größt­mögliche Unterstützung» geben zu wollen. Ein Statement, das zuletzt Richard Strauss als Wiener Opernchef nach dem Ersten Weltkrieg machte.
Das Ballett wird weiterhin über ein eigenes Budget und weitgehend künstlerische Freiheit verfügen. Und es wird weiter leiden mit der Last aus der Fusion der Ensembles von Staats- und Volksoper, die 2005 erfolgt war.
Dass Meyer einen Franzosen zum Ballettdirektor macht, wundert ...

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Tanz Februar 2009
Rubrik: Boulevard, Seite 23
von Andrea Amort

Vergriffen
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