Lockdown light

Zum zweiten Mal ging das Licht aus, sind Vorstellungen flachgefallen. Schon wird auf Verlängerung oder Wiederholung der Schließzeit spekuliert. Wir haben bei Veranstaltungs- und Produktionshäusern nachgefragt:

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1. Für wie verhältnismäßig, nachvollziehbar und effektiv in Sachen Pandemiebekämpfung halten Sie die herbstlichen Theaterschließungen?

2. Reichen die angekündigten Ausgleichszahlungen auf Basis von 75 Prozent des Vorjahresumsatzes für Unternehmen und soloselbstständige Künstler aus?

 

Walter Heun: Leiter von Joint Adventures, München:

1.

Wir haben die «Tanzplattform Deutschland», die «Tanzwerkstatt Europa» und «depARTures» unter den besonderen Bedingungen der COVID-19-Pandemie realisiert, und dabei hat sich niemand infiziert, weil wir die Regularien für den Vorstellungsbetrieb genau beachten, die strenger sind als in allen anderen Lebens- und Arbeitsbereichen – außer Kliniken und Altenheimen. Theater kann man derzeit als ­«Erholungsräume» von Infektionsrisiken bezeichnen, da in Deutschland, Österreich und der Schweiz – unter teils wesentlich freieren Bedingungen als in Bayern – bei monatelangem Theaterbetrieb keinerlei Corona-Clus­ter bekannt geworden sind. Also helfen wir alle bereits! Die Theaterschließungen sind als Gesundheitsmaßnahme in keinster Weise nachvollziehbar. Ich befürchte, sie wurden nur realisiert, um auf Menschen, die im privaten Bereich zu nachlässig mit ...

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Tanz Dezember 2020
Rubrik: Lockdown light, Seite 18
von Redaktion

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