Jerome Robbins
Wer hat die «West Side Story» erfunden? Leonard Bernstein, würden zehn von zehn Befragten antworten. Eben nicht: Jerome Robbins war‘s. Wer? stutzen jetzt zehn von zehn Befragten, selbst unter den Kulturinteressierten. Nur ein paar Wochen nach dem weltweit gefeierten Komponisten und Dirigenten Bernstein hätte der Choreograf und Regisseur Jerome Robbins seinen 100. Geburtstag begangen: -am--- -11. Oktober. Für sein Metier, den Tanz, war er vermutlich wesentlich wichtiger als der eher eklektizistische Komponist Bernstein für die klassische Musik.
Natürlich feiert seine ehemalige Kompanie, das New York City Ballet, natürlich feiert ausgiebig die Jerome Robbins Foundation, bei der die Rechte an den Balletten des 1998 Verstorbenen liegen und die seine reichlich anfallenden Tantiemen alljährlich an Tanzkompanien, Theater und Kunstzentren verteilt. Dafür, dass Robbins einer der besten, bis heute kaum übertroffenen Musicalchoreografen und außerdem der erste klassische Ballettchoreograf amerikanischer Herkunft ist, kennen und schätzen wir ihn in Europa viel zu wenig.
Genau wie «Lenny» war «Jerry» das Kind jüdischer Auswanderer aus Osteuropa, genau wie Bernstein ein multitalentierter ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Oktober 2018
Rubrik: Menschen, Seite 23
von Angela Reinhardt
Zu Füßen der Sierra Nevada liegt Granada, eine geschichtsträchtige und imposante Stadt, die allerorten die maurische Vergangenheit Spaniens ins Gedächtnis ruft. Mit dem Fall des Emirats von Granada im Jahr 1492 gelang den katholischen Monarchen Ferdinand II. von Aragon und Isabella I. von Kastilien die vollständige Reconquista (also Rückeroberung) Spaniens und...
Ein gutes halbes Jahr ist es her, dass der langjährige Artistic Director des New York City Ballet, Peter Martins, wegen mutmaßlicher körperlicher Übergriffe gegenüber Schutzbefohlenen von seinen Leitungspositionen zurückgetreten ist (tanz 1/18). Die Untersuchung führte seinerzeit nicht zu juristisch belastbaren Ergebnissen.
Nun sieht sich die New Yorker...
Das gesprungene Wort
Das Wort hat zunächst Vaslav Nijinsky. Am Ende singt Leonard Cohen «Dance me to the end of love». Dazwischen aber ist immer wieder nachdenklich
Judith Kuckart (Foto: Laima Chencelli) zu hören. Man kennt sie als Schriftstellerin, vielfach ausgezeichnet. Dass sie als 15-Jährige einmal Pina Bausch vorgetanzt, dass sie jahrelang das TanzTheater...
