jason beechey
Zur Konferenz «Ballet why and how» in Stockholm wurde ich gebeten, etwas über sogenannte «Lehrlingsprogramme» zu sagen, die den Übergang vom Studenten- ins professionelle Tänzer-Dasein ermöglichen. Zwei Programme sind mir vertraut: das europäische «D.A.N.C.E. Programme» und das «Apprentice Programme» zwischen dem Semperoper Ballett und der Palucca Hochschule für Tanz in Dresden. Notwendig wurden beide, weil die Zeiten, als Kompanien sich Grünschnäbel leisteten, um mit ihnen den Hintergrund zu füllen, vorbei sind.
Heute ist jedes Kompaniemitglied vom allerersten Tag an durch ein extrem unterschiedliches Repertoire gefordert, das zudem nach eigenem kreativen Input ab dem frühesten Probenstadium verlangt. Das gilt in gleichem Maß für die freie Szene, der genauso wenig geschenkt wird und die unter dem Druck einer internationalen Professionalisierung hart um ihre Förderung kämpfen muss.
So entstand 2004 das «Dance Apprentice Network aCross Europe», das vor allem Bereiche berücksichtigte, die in der Tanzerziehung nicht abgedeckt wurden. Es machte Tänzer mit der Arbeitsweise von Frédéric Flamand, William Forsythe, Wayne McGregor und Angelin Preljocaj vertraut. Und zwar nicht, um sie für ...
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Tanz August 2012
Rubrik: praxis, Seite 105
von
Die ach so sorgsam behütete «Individualität» – in Wahrheit ist sie zusammengesetzt aus lauter Mosaiksteinchen. Mit jedem exklusiven Hobby, jeder Schrulle ist man in Wahrheit Teil einer Peergroup – sei es als Downhiller oder Dominostein-Spieler, als Messie oder Hacker. Und aus einer Gruppenzugehörigkeit kommt gar keiner raus: aus seiner Generation. Analysen von...
_____deutschland
Aachen
«Festival tanzende Stadt» Tanz im öffentlichen Raum mit der Tanzcompagnie Gießen und der belgischen Cie Irene K. Elisengarten & Molkerei Pontstraße, 30. Aug.
irene-k.be
Alfter bei Bonn
Alanus Hochschule «Schnittstelle 100», Festival Eurythmie und Performance
(siehe S. 82). 5.–7. Okt.
alanus.edu
Bad Frankenhausen
Panorama Museum Die...
«Jeder Text ist tanzbar», glaubt Jo Fabian und ordnet jedem Buchstaben des Alphabets einen ganz bestimmten Bewegungsablauf zu. Vergleichbares hat Rudolf Steiner vor schon hundert Jahren auf Bitten einer Schülerin unternommen. Der Begründer der Anthroposophie schuf eine Bewegungskunst auf weltanschaulicher Grundlage, die er selbst als «sichtbar gewordene Sprache,...
