In Quarantäne

Ein Tagebuch von Alessandro Giaquinto, Tänzer und Choreograf des Stuttgarter Balletts

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Samstag, 14. März

Ich bin mit der Absicht aufgewacht, an meinen freien Tagen nach unserem Friedrichshafen-Gastspiel so viel wie möglich daheimzubleiben. Ich höre täglich die sehr beunruhigenden Nachrichten von meiner Familie aus Italien und wie schwierig die Lage dort ist; daher dachte ich, dass eine selbst auferlegte Isolation vielleicht das Richtige sei. Nach dem Frühstück habe ich auf mein Telefon geschaut und hunderte von Nachrichten gesehen.

Nachdem ich mich durch das Wirrwarr gescrollt hatte, fand ich eine Mail von der Ballettintendanz, die uns informierte, dass jemand, der mit uns auf Gastspiel war, positiv auf das Coronavirus getestet wurde, und dass wir alle für zwei Wochen in häusliche Quarantäne müssen. Nun: Wenn man selbst entscheidet, etwas zu tun, ist das eine Sache; diese Nachricht – daheimbleiben! – war etwas schwerer zu verdauen.
 

Sonntag, 15. März

Heute habe ich mit meinem Bruder – der mich über die Neuigkeiten aus Italien informierte und es trotz allem schaffte, mich in eine positive Stimmung zu versetzen – per Video Call gesprochen. Nebenbei habe ich selbstgemachte Pasta vorbereitet. Nach dem Mittagessen habe ich mich hingelegt und ein Buch von David ...

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Tanz Mai 2020
Rubrik: Corona-Krise, Seite 12
von Alessandro Giaquinto

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Deutschland

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Landestheater
«Festhalten!», Ballett von Hudson Oliveira, Eleven des Thüringer Staatsballetts. Theaterzelt, 30. Mai
www.tpthueringen.de 

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«Made for Two», ein Abend mit Pas de deux von u. a. Ricardo Fernando, Andonis Foniadakis, Eric Gauthier und Nadav Zelner. 17., 29. Mai
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Liebe Leserin, lieber Leser,

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Zeit ist aus den Fugen. Wir hätten nie gedacht, dass unsere Städte und Länder den Shutdown erleben, dass Theater schließen, Opern nicht mehr spielen, Tänzer nicht mehr tanzen; jedenfalls nicht mehr öffentlich auf der Bühne, sondern bestenfalls im Streaming.  

Menschenleben stehen «zur Disposition», wenn nicht mehr ­allen...