Im Minutentakt

Nadia Vadori-Gauthier tanzt gegen die Gewalt

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Sie tanzt und tanzt und tanzt … Jeden Tag, «une minute» oder auch -etwas länger, gern irgendwo in Paris. Nicht auf der Bühne, nicht im Studio, sondern dort, wo sie gerade ist, mitten im täglichen Leben. Das kann in ihren eigenen vier Wänden sein, beim Bäcker, auf einer Demonstration, beim Ausflug in die Natur, im Museum oder in der Seine, die, wie im Januar geschehen, gerade über die Ufer steigt. «Une minute de danse par jour» kann sich also überall ereignen, landet danach aber garantiert auf der gleichnamigen Website.

Nadia Vadori-Gauthier will ein Zeichen setzen, für mehr Sanftheit, weniger Abgrenzung, -weniger Härte. Entstanden ist das tägliche Kurztanz-Ritual als Reaktion auf die Schüsse, mit denen 2015 die Redaktion der Satirezeitschrift «Charlie Hebdo» nahezu ausgelöscht wurde. Der größte Schock in Frankreichs Nachkriegsgeschichte. Vadori-Gauthier wollte nicht versteinern, weder körperlich noch emotional. Aber was können Einzelne, was Künstler nach einem solchen Anschlag ausrichten?

Vadori-Gauthier fasste ihren Entschluss noch am Abend des 7. Januar, dem Tag des islamistischen Attentats in den Redaktionsräumen von «Charlie Hebdo». Eine Woche später, am 14. Januar, tanzte sie ...

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Tanz März 2018
Rubrik: Bewegung, Seite 4
von Thomas Hahn

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