Hoffnungsträger: Ginevra Panzetti und Enrico Ticconi

16 Tanzakteure mit den besten Aussichten

Tanz - Logo

Ihre jüngste Arbeit «Harleking» ist ein endloser Kreislauf, bestückt mit sehr präzisen Gesten und Einfällen, die mal sitzend, mal stehend sich zueinander fügen und den Zuschauer erst fragend und dann staunend zurücklassen. Ginevra Panzetti und Enrico Ticconi, gebürtige Römer beide, nutzen die Kraft des Minimalismus bei gleichzeitig barockem Überfluss der Bewegungen.

Wie ein aufgezogenes Uhrwerk rattert ihr sehenswertes Parallelspiel, das gerade in minimalen Variationen seine größte Kraft entwickelt und auch vor klug gesetzten drastischen Bildern nicht zurückschreckt, wenn etwa eine Führerpose genial dekonstruiert wird. Harlekin schlägt King.

Das italienische Duo lebt in Berlin und Turin. Sie kennen sich bereits aus Schulzeiten, haben beide an der Akademie der Schönen Künste in Rom ihren Abschluss gemacht und danach bei Claudia -Castellucci an der STOA – Schule für rhythmische Bewegung und -Philosophie weiter studiert, bevor sie ihre Ausbildung in Berlin -(Ticconi am Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz) und Leipzig (Panzetti an der Hochschule für Grafik- und Buchkunst) abschlossen. So kombinieren sie kulturgeschichtliche Phänomene wie etwa die Groteske der Renaissance mit ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Jahrbuch 2019
Rubrik: Hoffnungsträger, Seite 172
von Torben Ibs

Weitere Beiträge
Rituale: Ksenia Ovsyanick

Einen konkreten Talisman oder Glücksbringer, so was habe ich eigentlich nicht. Ich knüpfe den Erfolg meiner Vorstellungen nicht so gerne an etwas Äußerliches, denn letztlich kann nur ich selbst meine Auftritte steuern.

Aber eine persönliche Routine vor jedem Vorstellungsbeginn habe ich schon. Die letzten beiden Stunden vor dem Auftritt sind mir sozusagen heilig....

Rituale: Jo Ann Endicott

Ich hatte eigentlich nie einen Talisman – außer als ich Australien 1973 verließ. Da hat mir meine Mutter einen dunkelrot gefärbten Känguru-Pelzmantel geschenkt. Dieser Mantel hat mir in den Anfangszeiten am Wuppertaler Tanztheater, während der kalten Jahreszeit und – was vielleicht noch wichtiger war – in schwierigen Phasen die Seele gewärmt. Viele Jahre lang war...

Rituale: Xavier Le Roy

Einen Talisman, Glücksbringer oder ein bewusst gewähltes Ritual vor Vorstellungsbeginn, all das habe ich nicht. Obwohl mir schon auffällt, dass ich es bevorzuge – und daher auch immer so einzurichten versuche –, schon vor Vorstellungsbeginn auf der Bühne zu sein. Warum? Keine Ahnung. Vielleicht weil ein Auftritt auf der Bühne so etwas ist wie eine Einladung von...