Hanna Berger

Tanz - Logo

war freie Tänzerin in Berlin, ging früh in den Widerstand gegen Hitler und hatte sehr viel Glück. 1942 von der Gestapo verhaftet, konnte sie sich nach einem Bombenangriff befreien, versteckte sich in der Steiermark, blieb nach dem Krieg in Wien und tanzte, gegen erneute Widerstände, in den sozialistischen Ländern, auch in Ost-Berlin. Sie starb 1962.

 


1995 sah die Tanzjournalistin und -historikerin Andrea Amort ihr Solo «Die Unbekannte aus der Seine», das Ottilie Mitterhuber – eine Schülerin von Hanna Berger – im Rahmen der «Antifaschistischen Tage» im Posthof Linz für Esther Linleys Inszenierung «Tänze der Verfemten» wiederbelebt hatte. Fünf Jahre später versuchte sich Amort selbst am Versuch einer Reprise unter dem Titel «Hanna Berger: Retouchings». Da hatte sie bereits unzählige Zeitzeugen befragt, die scharfe Kritikerin Hanna Berger hinter ihrem Pseudonym Ursula Tal entdeckt und in Hanna Bergers «Tänze zur Zeit» eine der Tradition von Kurt Jooss ähnliche politische Haltung gefunden, etwa in ihrem 1937 verbotenen Solo «Krieger» (dieser Krieger stirbt im Kugelhagel). 
 

«Tanzsymphonie der Gegenwart: Chaos und Planung» hieß schon 1946 ein neuer Versuch mit Studierenden der Wiener ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Oktober 2010
Rubrik: medien, Seite 63
von Arnd Wesemann

Vergriffen
Weitere Beiträge
nachruf: Elise Ralston

Sie hat sich gewünscht, dass der «Tanz immer mehr zu einer Kunst werden kann, die menschliche Größe befördert». Und dass er «nicht vornehmlich geistige Armut erzeugt durch Überbewertung mechanischen Trainings und engstirniges, leistungsbezogenes Denken». Mit unerschöpflicher Energie widmete sich Elise Ribeiro Ralston ihrer Kunst, mehr als zwanzig Jahre lang an der...

antragslyrik

Seit dreißig Jahren schreibt sie selbst Anträge, seit zwanzig Jahren sitzt sie in Beiräten und Gremien, die darüber diskutieren, wessen Kunst es würdig ist, mit Zuwendungen bedacht zu werden. Zehn Jahre lang, bis 2000, baute Sigrid Gareis die Abteilungen Theater/Tanz und Internationaler Kulturaustausch im Siemens Arts Program auf und war an der Gründung von vier...

bepreist: Adeline Pastor

Der Solistin des Aalto Ballett Theater in Essen ist beim «Labat Danza Festival» im italienischen Loano der «Grand Prix Giuliana Penzi» verliehen worden. Die Auszeichnung erinnert an die 2008 verstorbene italienische Ballerina. Neben Adeline Pastor wurden Yoel Carreňo, Alen Bottaini und Arturo Cannistrà ausgezeichnet. Bei der Ab­schluss­­gala des Festivals, das zum...