Françoise & Dominique Dupuy
Manche Paare in der Kunst spielen mit dem Gegensatz von groß und klein, dick und dünn, schlau und dumm ... Françoise und Dominique Dupuy sind daran auszumachen, dass sie sich nicht unterscheiden. Ihre hageren Körper, ihre kurz geschorenen, fast kahlen Schädel, ihre knochigen Gesichter haben in der gesamten Tanzlandschaft Frankreichs den Rang von Ikonen. Und ob sie auf der Bühne stehen, im Publikum sitzen oder Vorträge halten – kaum einmal begegnet man ihr oder ihm ohne ihre bzw. seine «bessere Hälfte».
So groß ist der Einklang zwischen beiden, dass sie auf der Bühne nicht immer zweifelsfrei auseinanderzuhalten sind. Zusammen verkörpern sie 120 Jahre Tanzgeschichte. Ihre fortdauernde Präsenz beweist, dass man in dieser Kunst auch alt werden kann, dass die Bühne hier wie im Theater kein Privileg der jungen und glatten Haut ist, und dass selbst Paare ewig halten können.
Mit einem einzigen Portrait sind sie kaum zu umreißen, nicht nur, weil da zwei brillante Köpfe zu beschreiben wären, sondern weil in jedem Jahrzehnt ihrer Karriere Stoff für ein ganzes Buch steckt. Es ist, als hätten sie nie einzeln exis-tiert. Niemand in Frankreich würde über sie oder ihn allein berichten. Man weiß, ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Die Geschwister Schröder setzen Himmel und Hölle in Bewegung, um beides geht es schließlich im «Lied von der Erde» Gustav Mahlers, das den Schlusspunkt setzt unter ihren gemeinsamen Abend mit dem doppeldeutigen Titel «Schließe deine Li(e)der». Immer wieder knicken die Beine der Tänzer ein. Während die Sängerin Marina Fideli ihr «Ewig ... ewig ...» verklingen lässt,...
Bekannt wurde der polnische Künstler Piotr Uklanski mit seinem «Dance Floor», einem kunterbunten Leuchtboden, der dem Tänzer die Schritte vorleuchtet und sie beschleunigt, bis es unmmöglich wird, dem Lichtgewitter weiter zu folgen. Uklanski zerlegte im «Dance Floor» den Schritt so lang in Variationen, bis der Schritt unmenschlich wurde. Beim steirischen herbst in...
Kerstin Kussmaul works as a movement teacher and choreographer/improviser. She received her M.A. at the Mozarteum Salzburg and studied Somatic Movement & Participatory Arts in Berkeley. She co-hosts an international series for contact improvisation research. From 2002 to 2005 she was artistic co-coordinator for ImPulsTanz workshops & research, in 2008 she will...
