festival: münchen
Die Fahne steht noch stramm im Wind, Ingrid Kalka freut sich: «Das Konzept ist aufgegangen: Wir wollten die breite Vielfalt der freien Tanz- und Theaterszene hier in München zeigen und gemeinsam feiern.» Sie hat das erste Münchner Festival «Rodeo» organisiert und als Kuratorin zusammen mit drei Jurorinnen das fünftägige Tanzprogramm ausgewählt. Beim Rodeo muss sich der Reiter acht Sekunden freihändig auf seinem sich aufbäumenden Pferd halten. Mutig steigt er in den Ring, dann gehen Arbeit, Kunstfertigkeit, das wilde Leben und Party nahtlos ineinander über.
Man zeigt, was man kann, und lässt es sich nach der staubigen Angelegenheit gutgehen. Wenn Ingrid Kalka auf die fünf Tage im Juni zurückblickt, betont sie den Feieraspekt ganz besonders.
Auf einem von Abbruch und Neuplanung bedrohten Gelände an der Dachauer Straße, auf dem der freien Szene eine Halle als Probebühne und Aufführungsort zugesprochen wurde, öffnete die Stadt München für das Festival weitere Hallen, in denen zwölf Tanz- und Theaterproduktionen sowie mehrere kleinere Formate zu sehen waren. Dass es sich dabei um Stücke handelte, die in München fast alle schon zu sehen waren, gehörte zur Nachhaltigkeitsprogrammatik. ...
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