Emmanuel Demarcy-Mota
Emmanuel Demarcy-Mota ist der Neue am großen Tanzhaus in Paris, dem Théâtre de la Ville. Viel Emotion war im Spiel, als Gérard Violette ihm das Staffelholz übergab. Die halbe Pariser Tanzwelt erschien, um zu erfahren, was der Neue vorhat. Doch der erklärte nur, er schlösse nichts aus. Es wird weiter Tanz geben im Théâtre de la Ville. Aber welchen? Die kommende Saison trägt noch ganz die Handschrift Violettes, der das Programm gemeinsam mit seinem Nachfolger gestaltete. Nichts Neues: von Pina Bausch bis Ea Sola, Emio Greco, Jan Fabre, Vandekeybus.
Nur ein Verdacht erhärtet sich. Für den indischen Tanz wird es eng, er fällt von fünf auf zwei Gastspiele. Demarcy-Mota, Sohn einer portugiesischen Regisseurin und eines französischen Theatermachers, will sich trotzdem öffnen: für fremdsprachiges Theater und Poesie. Am Theater von Reims verwaltet er seine letzte Saison, für ein eigenes Tanzkonzept blieb keine Zeit. Aber Hilfe naht. Ab September stößt Claire Verlet als neue Beraterin zum Stab des Hauses. Die bisherige Betreuerin der Kompanien am Centre national de la Danse ersetzt Serge Peyrat, der sich wie Violette nach sagenhaften vierzig Jahren nun verabschiedet.
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
«Empire – Art & Politics». You might think the title refers to the much discussed political treatise by Michael Hardt and Antonio Negri, but this is not quite true. The performance opens with the recording of a film about theNapoleonic Wars. Napoleon himself appears but a few times, the piece continues as “comedy of manners” of society life: it portrays the fancy...
Während die Sonne langsam über der ostindischen Stadt Bhubaneswar untergeht, knapp 438 Kilometer südwestlich von Kalkutta, zieht es Mädchen und Jungs in Scharen ins hiesige Kulturzentrum. Wenn sie die Halle betreten, lassen sie den Lärm und Tumult auf den Straßen in einem der ärmsten Bundesstaaten Indiens hinter sich. Hier drinnen begeistert sie der Odissi, der...
Seit 2005 sind Sie Künstlerische Leiterin der Martha Graham Dance Company. Wie steht es um die Aufführungsrechte der Choreografien? Bis auf zwei liegen sie nun endlich bei uns. Die Zeit nach Grahams Tod 1991 war hart wegen des Nachfolgestreits mit Ron Protas. Es gab kaum Auftritte und wenig Reisen. Von Grahams nachgelassenen 181 Choreografien sind heute etwa 50...
