Ein Brief aus Budapest

Klaus Witzeling bei der Frühlings-Gala

Tanz - Logo

Eiskalter Wind fegt über die Höhe der Buda-Burg. In der Altstadt der Donau-Metropole hat zwischen historischen Prachtbauten das Nationale Tanztheater seinen Sitz in einem ehemaligen Karmeliterkloster. Schneeflecken schmelzen auf den umliegenden Kuppen im Sonnenschein, doch auf der Bühne des Burg-Theaters feiern Volkstänzer in einer Gala den Frühling und ein berühmtes ungarisches Folklore-Paar: Katalin Bonifert und László Vámos.

Das virtuose Tanzfest mit dem Goncol Ensemble und den Musikern von Duna Art gilt zwar nicht ausdrücklich, doch nebenbei auch dem neuen Spielort für das Tanztheater, den ein pompöses Gala-Konzert, die unvermeidliche Politiker-Parade und Ehrengast José Carreras feierlich eröffneten – den Palast der Künste im Süden von Pest. Der ultramoderne, von Gábor Zobokis Architektenteam für 130 Millionen Euro realisierte Komplex beherbergt eine von Russell Johnson mit Supersound ausgestattete Konzerthalle, ein Museum auf drei Etagen und das Festivaltheater.
Es wird nun zum zweiten Standbein des von Jolán Török gemanagten nationalen Tanzhauses (Nemzeti Táncszínház, 1014 Budapest, Színház utca 1-3,  www.dancetheatre.hu). Verfügt das erst seit 2001 von ihm genutzte Theater ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Mai 2005
Rubrik: On Stage, Seite 55
von Klaus Witzeling

Vergriffen
Weitere Beiträge
Mutter Slash Tochter

Er ist sich selbst ein Rätsel. Wenn ich an der Schnur ziehe und das Licht einschalte, warum springe ich dann auf den Tisch? Warum verrenken und verknoten sich meine Arme und Beine? Ex-Forsythe-Tänzer Richard Siegal hat sich einiges von US-Hip­Hopper Doug Elkins abgeschaut und schafft in «If», einem kurzen Solo für Akteur, Tisch und Stehlampe, Akzente nonchalanter...

Choreografen-Wettbewerb Hannover

Der junge Choreograf ist sich selbst am nächsten. Dreht gern Soli um sich selber oder duettiert mit Partnerin Beziehungszoff aus. Ersteres war beim 19. Internationalen Wettbewerb für Choreografen in der Staatsoper Hannover untersagt. Zweites wurde von sechs, unter den 160 Bewerbern ausgewählten Teilnehmern, meist ironiefrei praktiziert.
In der Vorrunde mit 17...

Netzwerk Tanz

«Multitudes» heißt eine Zeitschrift im Zeitalter der Netzwerke. Eine trans­nationale Redaktion gibt sie dreimal im Jahr heraus und sympathisiert mit der weltweiten, informellen Bewegung um Toni Negri und Michael Hardts Buch «Empire», um politisch, strategisch und philosophisch Perspektiven des Wandels und der «sozialen Befreiung» herbeizuführen. Ein Magazin, das...