Eggcited!

Die amerikanische Choreografie-Ikone Twyla Tharp hat einen Kreativitäts-Ratgeber geschrieben.

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«I walk into a white room» – so fangen Albträume an. Eines jeden Malers, Musikers, Marketingstrategen. Man ersetze das leere Studio durch Bildschirm, Kochtopf, Labor oder Verkaufsgespräch, und bald schwitzen wir alle, wie beim ersten Rendezvous. Wir lieben ja unsere Arbeit, wäre da, ach, nur der ewige Kreativitätsdruck nicht.

Aller Anfang ist schwer

Twyla Tharp ist die Letzte, die das leugnet.

Ihre Probleme sind die eines jeden, der aus dem scheinbaren Nichts etwas schaffen soll: «Ich weiß nicht, welche Musik ich benutzen, mit welchen Tänzern ich arbeiten werde. Ich habe keine Ahnung, wie die Kostüme aussehen werden. Oder das Licht. Oder wer die Musik spielen soll. Ich habe auch keine Ahnung, wie lang das Stück wird. Obwohl es auf alle Fälle lang genug sein muss, um die ganze zweite Hälfte eines abendfüllenden Programms abzugeben, damit das zahlende Publikum auf seine Kosten kommt.» So geht das los, Fragezeichen und Verpflichtung. Jetzt kommt das Schwitzen. In Tharps Fall aber nicht aus Angst. Sie fängt an zu improvisieren …
Vierzig Bühnenjahre, über 135 Choreografien für die eigene und alle namhaften Kompanien der westlichen Welt, dazu fünf Filme, drei Broadway-Shows, darunter das ...

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Tanz November 2008
Rubrik: Praxis, Seite 60
von Katja Werner

Vergriffen
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