Dmitry Semionov
Dmitry Semionov,
lockt Sie Polina Semionova, Ihre Schwester? Oder gibt es einen anderen Grund, weswegen ein Tänzer eine Weltklasse-Kompanie wie das Mariinsky-Ballett in St. Petersburg verlässt, um in Deutschland Karriere zu machen? Sieben Jahre lang habe ich in diesem legendären Theater getanzt. Da kam das Superangebot aus Dresden, sozusagen während der Gründungsphase eines neuen Ensembles dabei zu sein und all die Werke von Balanchine, Kylián, Neumeier und Scholz tanzen zu können, die mich brennend interessieren.
Ich kenne Deutschland von Gastspielen des Mariinsky-Balletts her oder durch Besuche bei meiner Schwester. Ich weiß, wohin ich gehe. Klar, dass ich mit Polina viel über einen möglichen Wechsel nachgedacht habe. Ja, man könnte fast sagen, dass wir uns gemeinsam entschieden. Schließlich stand sie vor einigen Jahren vor derselben Alternative – und traf, wie man weiß, die richtige Wahl.
Heißt das, dass Sie seinerzeit die falsche Entscheidung getroffen haben, als Sie von der Vaganova-Ballett-Akademie ins Mariinsky überwechselten? Keineswegs. Polina hat seinerzeit absolut das Richtige getan, als sie nach Berlin ging. Meine Entscheidung, in St. Petersburg zu bleiben, bereue ich ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Hiroaki Umeda ist kein Redner. Eher ein Schweiger. Kein Ideologe sondern Praktiker. Choreograf, Komponist, Lichtdesigner – alles in und aus einer Hand. Sein Ziel: Räume schaffen. Mit Körper, Klang und Licht. Wer das alles selbst richtet, der stellt sich auch allein auf die Bühne. In seinem bisher einzigen «Duo» nahm er sich sein eigenes Videobild zum Partner. Umeda...
Es war einmal, lang her, Juli 1981 im italienischen Polverigi: Geburtsstunde der europäischen Netzwerker, des Informal European Theatre Meeting (IETM), das sich seit 2005 das «International network for contemporary performing arts» nennt. Bei Wein und Spaghetti beschloss man im Garten der Villa di Polverigi, eine Lobby «für» talentierte Künstler zu gründen, die...
Gibt es außer dem Verband Zeitgenössischer Tanz Berlin (ZTB) auch einen überregionalen Interessenverband in Deutschland, der sich speziell mit den Rechten und wirtschaftlichen Problemen von Tänzern befasst? Und gibt es für professionelle freischaffende Tänzer die Möglichkeit, eine finanzielle Unterstützung für Vortanzkosten, Training, Proberaummieten usw. zu...
