dijon: russell maliphant «afterlight»

Tanz - Logo

Welch Eleganz: Daniel Proietto, in roter Jacke und dunkler Hose, dreht sich langsam, dabei einen Arm hebend, den Oberkörper nach hinten gebogen. Er ist in einen weichen, sich gegenläufig drehenden Lichtkegel getaucht. Das Kreisen, in verschiedenen Tempi, bleibt im Verlauf dieses ersten Teils von Russell Maliphants «AfterLight» beherrschendes Element, ungeachtet eines zunehmenden Ausgreifens in den Raum.

Proiettos intensives Tanzen brachte ihm soeben in London den «Critics’ Circle National Dance Award» für die beste männliche Performance ein – und Maliphant einen solchen Preis für die beste moderne Choreografie.

Das traumverlorene Solo entstand 2009 für das Programm «In the Spirit of Diaghilev». Maliphant nahm damals Bilder von Waslaw Nijinsky und einige von dessen Zeichnungen als Anregung, experimentierte mit Drehungen, Abwinklungen und der Energie, die ihm diese Bilder vermittelten, und so wirkt das Solo wie eine ferne Reminiszenz an Nijinsky in «Le spectre de la rose».

Für das knapp einstündige Werk, im vergangenen September am Londoner Sadler’s Wells Theatre uraufgeführt, hat Maliphant sein intuitives ­Bewegungsspiel weitergeführt. Nach dem Solo sind es zunächst zwei weiß ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz März 2011
Rubrik: kalender, Seite 44
von Kaus Kieser

Vergriffen
Weitere Beiträge
chris nash

Der große britische Tanzfotograf wird im Victoria and Albert Museum in London geehrt. In ihrer fulminanten Bildwirkung vergleichbar mit den Werken von Joris-Jan Bos in den Niederlanden, Marteen Vanden Abeele in Belgien oder Per Morten Abrahamsen in Dänemark, sind Nashs Fotografien nicht Dokumente der Bühnenfotografie, sondern minuziös ausgetüftelte Studioarbeiten,...

auf dvd: coppélia

Kann es ein geeigneteres Ballett für Kinder geben? Es ist nicht so lang wie «Schwanensee» oder «Dornröschen», die Musik von Léo Delibes kommt leichtfüßig eklektisch daher, und die Geschichte ­handelt von mechanischen Puppen, die in der Werkstatt des Coppélius ruckeln und zuckeln. Und nicht zu vergessen: Das ganze Ballett kann von Kindern und Jugendlichen gestemmt...

die lehrerin: paola cantalupo

Sie sind Leiterin der École Supérieure de Danse de Cannes, die 1961 von Rosella Hightower gegründet wurde. In diesem Jahr feiern Sie das ­fünf­zig­­jährige Bestehen der Schule. Herzlichen Glückwunsch.
Vielen Dank. Ich habe die Schule erst im August 2009 von Monique Loudières übernommen. Und Rosella Hightowers Namen ­tra­gen wir weiterhin. Sie war ja für ihre Zeit...