Der Sack bleibt zu
Mehr Licht! Danach verlangte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident a. D. Wolfgang Clement. Und erfand seinerzeit die ersten Leuchttürme. Für das von Strukturwandel gebeutelte Land suchte er Symbole mit «Strahlkraft» weit über NRWs Grenzen hinaus. Leuchttürme eben, die ihr Licht auf die enorme technologische und kulturelle Potenz des Landes werfen sollten. Der SPD-Politiker wünschte sich u. a. den Metrorapid, einen kleinen Bruder des Transrapid, der Düsseldorf und Dortmund schwebend verbindet. Nur wollte ihn niemand – außer Clement. Mittlerweile hat die Regierung gewechselt.
Geblieben sind die Leuchtturm-Visionen.
NRW-Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff (CDU) träumt seit Jahren von einem Rheinballett mit zwei Standbeinen: eine klassische Kompanie, die den Rhein hinaufzieht und Duisburg, Düsseldorf, Köln und Bonn bespielt. Und eine zeitgenössische Köln-Bonner Truppe, die den Rhein hinabzieht. Eine XXL-Kompanie aus zwei Ensembles, ein Tausendfüßler, halb barfuß, halb auf Spitze. Ein bewegter Leuchtturm. Und tatsächlich, die Zeit dafür scheint reif.
Denn jetzt, da der Rat der Stadt Bonn beschlossen hat, die Tanzsparte am Theater Bonn abzuwickeln, ist Handlungsbedarf ...
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Ach, wie die Zeit vergeht! Bei Federico García Lorca sollen das wechselnde weibliche Kleidermoden verdeutlichen und das wiederholt zitierte Gedicht von einer Rose, die Farbe und Festigkeit wechselt, bis sie vergeht. Die Hauptfigur im Drama «Doña Rosita bleibt ledig oder Die Sprache der Blumen» (ca. 1935) ist so ein Blümchen. Ihr Bienerich schnüffelt an ihr und...
