Das Konservatorium Wien
Das Konservatorium Wien übersiedelt in ein ehemaliges Ministeriumsgebäude: Ab Herbst werden erstmals die beiden Tanzabteilungen unter einem Dach untergebracht sein: Die Abteilung 11 Pädagogik für Modernen Tanz und die Abteilung 12 Klassisches Ballett/Ballett Modern. Ist erstere nach wie vor im Kern der Chladek-Technik gewidmet, widmet sich die zweite der Vaganova-Technik. Der moderne Ballett-Zweig ist fokussiert auf Techniken wie Graham und Limón. Seit Nikolaus Selimov beiden Abteilungen vorsteht, ist vor allem das Ballett in Bewegung gekommen.
Die Stammpädagogen wurden ergänzt um Leslie Hughes und Hans-Joachim Tappendorff. Gastdozenten wie Esther Balfe (ehemals Tanztheater Wien, nun Forsythe Company), Giorgio Madia oder Georg Blaschke bringen neue Impulse. Die angewandte Theorie wurde mit Andrea Amort gestärkt. Zunehmend werden Studenten in den Abschlussjahren zu eigenem kreativen Arbeiten motiviert, was zuletzt zu zwei Preisen bei einem Choreografie-Wettbewerb in Polen und beim 6. Wiener ÖTR- Wettbewerb für Ballett & Zeitgenössischen Tanz führte. Die jährliche Leistungsschau im Theater Akzent überraschte im zeitgenössischen Ballett-Bereich. Zeigte man vor der Pause ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Hiroaki Umeda ist kein Redner. Eher ein Schweiger. Kein Ideologe sondern Praktiker. Choreograf, Komponist, Lichtdesigner – alles in und aus einer Hand. Sein Ziel: Räume schaffen. Mit Körper, Klang und Licht. Wer das alles selbst richtet, der stellt sich auch allein auf die Bühne. In seinem bisher einzigen «Duo» nahm er sich sein eigenes Videobild zum Partner. Umeda...
In stetem Wandel begriffen scheint das Linzer Landestheater. Nach zeitgenössischem Tanz und neoklassizistischem Ballett hat es sich nun bei moderater Moderne eingependelt. Mit dem Intendanten Rainer Mennicken kamen Jochen Ulrich und ein Ensemble, in dem die Männer deutlich besser sind als sind die Frauen. Die erste Uraufführung, Lorenzaccio nach der Vorlage von...
Irland ist keine Insel (der Seligen) mehr, kein weißer Fleck auf der ökonomischen Landkarte. Irlands Tanzlandschaft hat ihren Farbtupfer in John Scott, dem Bilderstürmer an der Spitze des Irish Modern Dance Theater, das eine Art nationale Institution wurde. Und was macht Scott? Er hebt im Heiligtum jegliche Art von Hierarchie auf.
In «Close Ups» ließ er Überlebende...
