Benjamin Millepieds «Casse-Noisette»
Endlich einmal ein Bühnenbildner, der Farbe bekennt. Auf Einladung der Tribune de Genève hat Paul Cox eine Ausgabe gestaltet, und pünktlich zur Ballettpremiere im Bâtiment des Forces Motrices vor anderthalb Jahren erschien das Blatt wie ausgewechselt: kein einziges Bild. Stattdessen Buntheit, wohin man blickt, und eine Zeitung, die ihren Spaß hat an seiner Fantasie. Was kann sich ein Theater Besseres wünschen? Mehr Werbung war nie, der Genfer «Nussknacker» seinerzeit Tagesgespräch – und jede Vorstellung ausverkauft.
Warum auch nicht? Schließlich lässt uns Cox auch in «Casse-Noisette» an seiner Kunst teilhaben. Während das Orchestre de Chambre de Genève unter der Leitung von Philippe Béran das Publikum auf den «Nussknacker» einstimmt, sieht es sich mit seinem Alter Ego konfrontiert, das sich später als Drosselmeier zu erkennen gibt. Unter einem grauen Zylinder verborgen, schreitet André Hamelin zur Tat. Er schlägt sein Buch auf, beginnt zu zeichnen – und setzt, projiziert auf den weißen Prospekt, die Spur eines einsamen Skifahrers in den Schnee. Am Ende der Ouvertüre am Ziel angekommen, öffnet sich der Raum zum Tanz und zeigt ein Haus, aufgeklappt wie eine Puppenstube ...
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