avignon: josef nadj
auf allen Kanälen: Nach seiner neuen Kreation «Cherry-Brandy» in Moskau, 4.–7. Juli, und in St. Petersburg, 11.–13. Juli, seiner Hommage an Anton Tschechow, fliegt er zurück nach Avignon zu «Les corbeaux». Denn Raben haben ihn inspiriert. Allein vor einer weißen Wand, taucht Nadj seine Hände tief in schwarze Farbe, geht in die Knie und streicht flüchtig über das Papier. Weiße Federn zieren die Fersen seiner nackten Füße. Eine Wolke schwarzer Federn wirkt wie Farbtupfer, wie die jazzigen Melodien, live kreiert von Akosh Szelevényi.
Nadj steht zum Schluss triefend da, bedeckt von schwarzer Farbe, als hätte er ein Schlammbad im See nahe seiner ungarischen Heimatstadt Nagykanizsa genommen. 2006 scheint er in «Paso Doble», seiner Performance mit dem spanischen Maler Miquel Barcelo, so richtig auf den Geschmack gekommen zu sein, mit Farbe und Materie zu hantieren und sich in eine Skulptur zu verwandeln. Da war er selbst der artiste associé des Festivals von Avignon, das sich diesmal tanzfreudiger denn je gibt. Dort ist er willkommener Gast von Christoph Marthaler und dem Schriftsteller Olivier Cadiot (18.–21., 23.–26. Juli). Vor ihm zeigt Anne Teresa De Keersmaeker ein neues Stück ...
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