alvin ailey...

...starb vor über zwanzig Jahren. Seine Kompanie gibt es noch immer. Nun hat sie einen neuen künstlerischen Leiter: Robert Battle.

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Wie sieht der Stein gewordene Wunschtraum eines Tänzers oder einer Choreografin aus? Es ist keine gemeißelte elegante Körperhaltung oder ein marmorner Sack Geld. Es ist Raum.  Platz. Studio. Bühne. Garderobe, Duschen, Büro. Licht, gute Böden, hohe Decken. So wie dieses riesige Haus namens Joan Weill Center for Dance. Seit 2005 steht es mitten in Manhattan.

Für seinen Bau wurden 65 Millionen Dollar eingeworben, er scheint zu sagen: Tanz ist kein Nischenprogramm. Die großzügige Milliardärsgattin blätterte 13 Millionen hin: Joan Weill.

Andere, wie Oprah Winfrey, investieren ins lebende Material, sie vergibt fünf oder sechs Stipendien. Paul Szilard, der große Impresario, hatte nur 300.000 Dollar zur Verfügung, doch ihm «gehört» das Theater, wie er verschmitzt erklärt. Ein wenig betrachtet er diesen Geldsegen mit Sorge. Er lässt für andere Kompanien, die auch etwas brauchen, nichts übrig. Das liegt nicht nur an Ailey, sondern am Mechanismus: Gibt die eine Milliardärin, ziehen die anderen Millionäre mit, damit es heißt: Hallo, wir Tänzer sind wer! Der Tanz steht jedem offen, das Haus auch. Natürlich gehört es Ailey. Auch wenn er seit 1989 nicht mehr lebt, ist es seins. Als sei der Mann ...

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Tanz Juli 2011
Rubrik: produktionen, Seite 8
von Melanie Suchy

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