Adieu
... Wenn ich meine Augen schließe und diesen Namen ausspreche, erscheint vor mir ein Mensch, so bunt wie ein Regenbogen. Ich kannte ihn seit 1973, aber wirklich kennengelernt habe ich ihn erst durch die Gründung des NDT III. Und ich liege sicherlich nicht allzu falsch, wenn ich behaupte, dass dieses Ereignis eine Wiedergeburt für Gérard bedeutete. Das war 1991, Gérard war gerade 55 geworden und befand sich in einem idealen Alter, um physisch-tänzerische Kräfte und theatralische Begabung zu einer unnachahmlichen Symbiose zu verbinden.
Zusammen mit Alida Chase, Sabine Kupferberg und Niklas Ek sowie den Choreografen Hans van Manen, William Forsythe und Mats Ek kreierten wir ein Team, das einen Neuanfang für ältere Tänzer ermöglichte. Und obwohl ich das Experiment scherzhaft ein Unternehmen «für Tänzer zwischen 40 und Tod» nannte, hatte es etwas Jugendliches in sich. Das war die Essenz, die Gérard bis ins Mark seiner Knochen fühlte und die seine Begeisterung weckte.
Gérard war ein großes Kind, und das meine ich keineswegs abschätzig. Im Gegenteil war gerade das seine große Gabe. Er konnte dieses «weise Kind» in unzähligen Metamorphosen auf die Bühne bringen, und das wiederum hat ihm ...
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Zwei fiktive Briefe, in der gleichen Nacht verfasst, aber unabhängig voneinander geschrieben. Im einen lässt Mata Hari Stunden vor ihrem Tod noch einmal ihr Leben Revue passieren, eine Tänzerin, so Paulo Coelho, die «erst unter dem Namen bekannt war, den ihre Eltern ausgewählt hatten ..., dann gezwungen war, ihren Ehenamen zu tragen ... und schließlich von den...
Léon Bakst
Ein Blick, und man wird diese Szenerie nie wieder vergessen. Das gilt für viele Bühnenbilder und Kostüme, die Léon Bakst (1866 – 1924) für die Ballets russes entworfen hat. Ob «Shéhérazade», «Le Spectre de la rose» oder «L‘après-midi d‘un faune» – der Maler verstand es, jedes Sujet mit einer unverwechselbaren Ikonografie aufzuladen. So trug er mannigfach...
Choreographic captures sind ganz kurze, nur einminütige Clips, die schon zum achten Mal in 60 ausgewählten Kinos im Vorprogramm den Appetit auf Tanz anregen sollen. Joint Adventures in München und Fête de la Danse in Genf haben dieses Jahr fünf Gewinner ermittelt. Der erste Preis geht an Manon Siv Duquesnay und Pere Joseph Vilaplana, ein Paar, das in «Xiuxiuejar»...
