Es ist gar nicht so traurig, dass der Tanz so vergänglich ist

Eher ein Glück. Denn wer sammelt, hütet auch das Recht auf die Geschichte. Arnd Wesemann im Gespräch mit den beiden Leitern der deutschen Tanzarchive in Köln und Leipzig, Janine Schulze und Thomas Thorausch

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Tanzsammlungen in Deutschland gibt ­es relativ viele. Aus historisch guten Gründen sind manche Hinterlassenschaften wie die von Mary Wigman sowohl im Deutschen Tanzarchiv Köln als auch im Tanzarchiv Leipzig sowie im Archiv Darstellende Kunst der Akademie der Künste in Berlin zu finden. Filmbänder beherbergt überdies das Deutsche Tanzfilminstitut in Bremen. Zu diesen vier Pfeilern des Tanzgedächtnisses kommen noch etliche kleinere Sammlungen in Bibliotheken und Stadtarchiven.

Einen Einblick in diese sonst oft nur Tanzforschern zugänglichen Bestände gewährt derzeit das Deutsche Tanzarchiv Köln mit seinen über 200 Nach­lässen und Sammlungen von Tänzern, Choreografen, Pädagogen und Kritikern in der Ausstellung «Yesterday – gerettete Tanzgeschichte(n)» vom 13. August bis zum 3. Oktober an seinem Sitz Im Mediapark 7. Thomas Thorausch ist der Ausstellungsmacher, den ballet-tanz zu einem Besuch ins Tanzarchiv in Leip­zig bat. Das Gespräch mit der dortigen Leiterin Janine Schulze ging der Frage nach, wie in Ost und West eine einst sehr persönlich geprägte Sammelleidenschaft von Namensbrüdern – Kurt ­Peters im Westen, Kurt Petermann im Osten – zu einer besseren Vermittlung des Tanz­wissens ...

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Tanz August/September 2005
Rubrik: Forgotten Memories, Seite 52
von Arnd Wesemann

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