Es ist gar nicht so traurig, dass der Tanz so vergänglich ist
Tanzsammlungen in Deutschland gibt es relativ viele. Aus historisch guten Gründen sind manche Hinterlassenschaften wie die von Mary Wigman sowohl im Deutschen Tanzarchiv Köln als auch im Tanzarchiv Leipzig sowie im Archiv Darstellende Kunst der Akademie der Künste in Berlin zu finden. Filmbänder beherbergt überdies das Deutsche Tanzfilminstitut in Bremen. Zu diesen vier Pfeilern des Tanzgedächtnisses kommen noch etliche kleinere Sammlungen in Bibliotheken und Stadtarchiven.
Einen Einblick in diese sonst oft nur Tanzforschern zugänglichen Bestände gewährt derzeit das Deutsche Tanzarchiv Köln mit seinen über 200 Nachlässen und Sammlungen von Tänzern, Choreografen, Pädagogen und Kritikern in der Ausstellung «Yesterday – gerettete Tanzgeschichte(n)» vom 13. August bis zum 3. Oktober an seinem Sitz Im Mediapark 7. Thomas Thorausch ist der Ausstellungsmacher, den ballet-tanz zu einem Besuch ins Tanzarchiv in Leipzig bat. Das Gespräch mit der dortigen Leiterin Janine Schulze ging der Frage nach, wie in Ost und West eine einst sehr persönlich geprägte Sammelleidenschaft von Namensbrüdern – Kurt Peters im Westen, Kurt Petermann im Osten – zu einer besseren Vermittlung des Tanzwissens ...
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– wohin gehen wir?
– was meinst du?
– wohin gehen wir?
– sollte es nicht eher heißen, wohin wir gegangen sind? damit wir überhaupt erst einmal herausfinden, wer wir sind, bevor wir weitergehen.
– ja, da hast du recht und trotzdem ist das nicht meine frage. denn, wenn ich erst meinen standpunkt bestimmen muss, bleibe ich schon zu sehr stehen. ich möchte aber darüber...
Sie haben den Herrn auf dem Cover schon einmal gesehen? Es ist George Balanchine, der Vater des modernen Balletts. Eine Legende, um die so viele Legenden ranken, dass man die Erinnerung an ihn bald nicht mehr von der Erfindung unterscheiden kann. Was haben Sie, liebe Leserin, lieber Leser, vor knapp zwei Jahren etwa um diese Zeit gemacht? Hielten Sie etwa...
Sie gelten als Lordsiegelbewahrerin Ihres Vaters. Ihrer Initiative ist es letztlich zu verdanken, dass nicht nur der «Grüne Tisch» der Nachwelt so authentisch wie möglich erhalten worden ist, sondern auch so frühe Stücke von Kurt Jooss wie die «Pavane auf den Tod einer Infantin», wie «Großstadt» und «Ein Ball in Alt-Wien». Trotzdem ist Ihre Rolle eigentlich...
