Valeska Gert ...
Valeska Gert wollte in einem Kornfeld begraben sein («dann fließt mein Fleisch ins Korn hinein, dann werd‘ ich Brot, bin nicht mehr tot»). Beigesetzt ist sie dann doch auf dem Friedhof, ihr Sarg in orangerotes Tuch gehüllt in Anspielung auf ihren «Tanz in Orange», der wie eine Bombe in den Expressionismus platzte: den «echten», nicht den des «Kunstgewerbes». Tot ist die «Fratze ihrer Zeit» nun weniger denn je; auferstanden durch die Suchbewegungen von Susanne Foellmer für «Valeska Gert – Fragmente einer Avantgardistin in Tanz und Schauspiel der 1920er Jahre».
Schon für ihre Diplomarbeit hatte die Tanzwissenschaftlerin die Fetzen des oft fettfleckig-zerflederten Nachlasses der Tänzerin / Kabarettistin / Schauspielerin unter die Lupe genommen, sich in den Biografien umgetan, die Bruchstücke eines «uneinheitlichen, vielseitigen» Lebens auf die multiple Ästhetik ihrer Großstadtkunst des Schocks, Tempos, Abbruchs und (als Erste) des Samplings abgetastet. Das Buch aktualisiert Susanne Foellmer auch im Hinblick auf postmoderne Künstlerinnen (Sherman, Sprinkle, Dumas, Orlan), in deren Vorfeld Gert bereits die Frau als Bild thematisierte: grotesk, Grenzen überschreitend, übergenau, ...
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Aren’t we fortunate to be engaged in an art form which, by its very nature, cannot be solidified into thing-ness, possessed, encased as dead stuff? Even if occasionally it is difficult to argue the content and validity of such sheer activity, the non-material productiveness of live experience and performance. Even if a budget-worried zeitgeist continues to...
Zu den «Goldberg Variationen» nicht tanzen. Und das nackt, wie im Paradies. «Frans Poelstra, his Dramaturg and Bach» beginnt mit dem Blick auf einen CD-Spieler, eine Bach-Büste und Räucherstäbchen. Auf dem Mikrofonständer reitend erklärt Poelstra, dass er so seinen Körper «noch weiter ausdehnen» kann und daher «Bachs Musik noch besser huldigen.»
Robert Steijn,...
Reiner Feistel schmeißt über hundert Vorstellungen pro Saison. Das muss erst mal einer nachmachen! Der Ballettchef der Landesbühnen Sachsen schreckt vor keinem Unwetter zurück und zeigt jeden Sommer vor dem Dresdner Zwinger tapfer seine «Tänzerischen Serenaden» – Kurzfassungen von «Romeo und Julia», «Carmen» und «Ein Sommernachtstraum» inkl. Dieser Einsatz...
