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Rezensionen 2023

Mette Ingvartsen: «skatepark»

Die dänische Choreografin ehrt den urbanen Sport auf den Rollbrettern, von Männern und Frauen, Jüngeren und Älteren. Integriert auch Zwei auf Rollschuhen und ihr Rückwärtsfahren. Dazu Einsprengsel von Breakdance, Capoeira-Beinwürfen, Handständen, Krump-Fäusten. Ingvartsen macht keinen Zirkus daraus und keine Olympia-Nummer, nur eine kleine Sprung-Challenge mit wachsendem Hindernis gibt es. Aber es rennen auch mal alle ohne Objekt an den Füßen über die Rampen, sie schlagen Rad oder Flicflacs. Oder sie rutschen bloß. Ingvartsen inszeniert, wie auch in ihren früheren Stücken, eine Transformation von Körper und Objekt sowie ein Miteinander ohne Chef, ohne Wettbewerb, ohne Drama. Nur der Gesang, auf Englisch und Französisch, wirkt ein wenig aufgesetzt.

Trotzdem: «Skatepark» ist ein wunderbares Stück über Tanz. Das Gleiten als Traum, die Schwerkraft zu bewältigen und flüssig zu werden. Die Balancen, die Fußkoordinationen, die Sprünge, das Wiederholen – Magie entsteht, wenn plötzlich Zwei synchron rollen. Das Tun macht sichtlich Freude, und mal zu stolpern oder runterzufallen, das gehört einfach dazu.

Die gesamte Rezension von Melanie Suchy lesen Sie in tanz 8-9/23